Dortmunder Quintett mit Luft nach oben

Fußball-Westfalenliga

DORTMUND Drei Spieltage haben die fünf Dortmunder Westfalenligisten hinter sich, und richtig unglücklich ist keiner der Vertreter. Auch die Mengeder stoßen nach dem 1:1 gegen Westfalia Wickede zu den anderen Hoffnungsfrohen.

von von Alexander Nähle

, 03.09.2012, 20:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfalia Wickede (weiße Trikots) gab eine 1:0-Führung noch aus der Hand. Mengede freute sich über das Remis.

Westfalia Wickede (weiße Trikots) gab eine 1:0-Führung noch aus der Hand. Mengede freute sich über das Remis.

Trainer Marko Schott hatte sich unmittelbar nach der Partie noch sehr über das Nachlassen nach dem Führungstor geärgert. Am folgenden Tag sah die Welt schon wieder freundlicher aus: „Dass ich aus der Emotion heraus schimpfe, gehört dazu. Damit sollte jeder leben können. Ich möchte jetzt aber auch klarstellen, dass wir generell mit Start zufrieden sind.“ Sein Team habe noch kein Spiel verloren, es gewinne immer mehr an Struktur und die Spieler arbeiteten fleißig mit. „Natürlich aber muss die Mannschaft auch lernen, nach eigenen Toren weiterzuarbeiten.“ Benedict Zwahr, Hendrik Huneke und Sebastian Didion fehlen jetzt aber während des Trainings.

Die Aplerbecker hatten jetzt ihr ersehntes Erfolgserlebnis, den ersten Befreiungsschlag. Trainer Jörg Silberbach sieht diesen Sieg allerdings auch als Konsequenz der vergangenen Wochen. „Das war schon vorher okay. Auch die Anfangsphase gegen Hordel habe ich trotz der beiden Abwehrfehler nicht so schlecht gesehen. Als dann die ersten Dinge nach vorne gelangen, sah es richtig gut aus.“ Francis Bugri habe Qualität gebracht, auch Silas Lennertz aufsteigende Tendenz gezeigt. Bitter nur, dass sich der blendend aufgelegte Marcel Großkreutz einen Außenbandanriss zuzog und sich die Kreuzbänder überdehnte. „Das ist schon ärgerlich. Zwar ist er gesperrt, aber er muss auch mehrere Wochen mit dem Training aussetzen“, sagt Silberbach. Daniel Diaz setzte wegen Oberschenkelproblemen aus. Alex Enke zog sich einen Pferdekuss zu.

Trainer Frank Eigenwillig ärgerte sich nur darüber, dass sein Team gegen Hassel eine 2:0-Führung aus der Hand gab. „Ansonsten ist der Start ziemlich geglückt. Die sieben Punkte hätte ich vor der Saison genommen.“ Am Sonntag hätte das Problem in der Chancenverwertung gelegen „Wir hatten neun Möglichkeiten, Hassel zwei.“ Zum Personal: Denis Boutagrat ist wieder an Bord, Eyüp Cosgun schlägt sich mit den Folgen seines Innenbandrisse herum.

Die Niederlage in Hohenlimburg hielt Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis für besonders bitter. „Eigentlich hatten wir dem Gegner nach dem 1:1 kaum Chancen gelassen. Vor dem 1:2 haben wir uns aber nicht clever verhalten. Aber ich sage auch: Diese vermeidbare, aber auch unglückliche Niederlage wirft uns nicht um.“ Kalpakidis hofft, dass Anil Konyas Zwicken im Oberschenkel nicht Symptom einer schwereren Verletzung ist.

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