Dortmunds Bundesligisten überzeugen bisher

Juniorenfußball

Mehr als die Hälfte der Saison haben Dortmunds Bundesliga-Nachwuchs-Fußballer absolviert. Die A- und B-Junioren des BVB befinden sich auf dem besten Weg, sich erneut für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Der Sensationsaufsteiger aus Hombruch besitzt realistische Chancen, die Klasse in der B-Junioren-Eliteliga zu halten. Ein Überblick.

Dortmund

, 20.12.2016, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dortmunds Bundesligisten überzeugen bisher

Haben ihre Ziele immer noch im Auge: (v.l.) Benjamin Hoffmann, Tobias Nubbemeyer und Sebastian Geppert.

A-Junioren-Bundesliga

Borussia Dortmund (Rang 2, 49:12 Tore, 38 Punkte): Der Wechsel auf der Kommandobrücke bei der schwarzgelben U19 hinterließ keine Spuren. Nach dem Abgang von Hannes Wolf zu den Stuttgarter Profis rückte Benjamin Hoffmann, bis dahin für die U17 verantwortlich, im angekurbelten internen Trainerkarussell auf.

Personalproblemen getrotzt

In neun Spielen stehen für ihn acht Siege und ein Remis zu Buche. Trotz aller personeller Sorgen (Serra, Fritsch, Scuderi, Bulut, Wodniok) erspielte sich der Titelverteidiger auch ohne die zu den Profis abgewanderten Christian Pulisic und Felix Passlack bislang den zweiten Platz, nur einen Zähler hinter dem FC Schalke und mit einem kleinen Polster zur Konkurrenz aus Leverkusen und Bochum.

Zudem überstanden die Borussen in der UEFA Youth League im dritten Anlauf erstmals die Gruppenphase. „Den Tanz auf zwei Hochzeiten haben wir gemeistert. Jeder Spieler des Kaders hat daran seinen Anteil. Alle Probleme wurden in toller Art und Weise kompensiert“, blickt Hoffmann zufrieden zurück und formuliert für den weiteren Saisonverlauf ein Ziel ohne wenn und aber: „Egal ob als Erster oder Zweiter, wir wollen ins DM-Halbfinale.“

In der Youth League gegen Maccabi Haifa

Sollte die nächste Aufgabe auf internationaler Bühne mit der dem Achtelfinale vorgeschalteten Play-Off-Partie bei Maccabi Haifa ebenfalls gemeistert werden, wäre das schönes Beiwerk. Weiter geht es für den BVB im Februar mit einem richtungsweisenden Dreierpack gegen Borussia Mönchengladbach (5. Feb.), bei Maccabi Haifa (7. Feb.) und beim VfL Bochum (12.Feb.). Die Vorbereitung startet am 6. Januar mit einem Laktattest.

B-Junioren-Bundesliga

Borussia Dortmund (Rang 2, 47:18 Tore, 35 Punkte): Vergleichbar zum älteren Jahrgang gestaltete sich der bisherige Saisonverlauf bei Borussia U17. Hier übernahm Co-Trainer Sebastian Geppert in einem reibungslosen Wechsel die Verantwortung für den aufgerückten Benjamin Hoffmann am sechsten Spieltag und feierte zum Einstand gleich einen 5:1-Sieg über Arminia Bielefeld.

Köln sitzt dem BVB im Nacken

Auch hier ging Schwarzgelb als Titelverteidiger ins Rennen. Auch hier weist das Tableau trotz Verletzungssorgen (Kehr, Schell, Knoop) momentan Rang zwei und die Qualifikation für das DM-Halbfinale aus. Allerdings ist Tabellenführer Schalke schon auf sechs Punkte enteilt und der Verfolger 1. FC Köln sitzt den BVB punktgleich im Nacken.

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„Wir wollen weiterhin maximalen sportlichen Erfolg und da bleiben, wo wir jetzt stehen. Dazu muss zweifelsfrei mehr Konstanz entwickelt werden“, lauten Gepperts Vorgaben. Als richtig ärgerlich seit seinem Amtsantritt stuft er einzig den 1:3-Heimpatzer gegen RW Essen ein. Die Vorbereitung auf die Fortsetzung der Meisterschaft am 19. Februar gegen den 1. FC Mönchengladbach startet am 16. Januar.

B-Junioren-Bundesliga

Hombrucher SV (Rang 11, 10:19 Tore, 17 Punkte): In Fachkreisen als potenzieller Absteiger gehandelt, entpuppte sich der Aufsteiger aus Hombruch bestens vorbereitet und überraschte mit einem furiosen Start. „Wir haben sofort Ergebnisse geliefert und Konstanz nachgewiesen“, blickt Trainer Tobias Nubbemeyer auf einen Zehn-Spieltage-Auftakt, darunter das 1:0 bei Bayer Leverkusen und das 0:0 gegen den BVB, mit 16 stolzen Zählern zurück. Das 0:4 daheim gegen den Topfavoriten aus Schalke führte allerdings für den Coach zu einem Bruch.

"Mit Durchhänger gut umgegangen"

Es folgten vier weitere, teils unglückliche Niederlagen. „Mit dem Durchhänger ist die Mannschaft gut umgegangen, hat sich gereift gezeigt und mit dem letzten 0:0 gegen Leverkusen folgerichtig auch wieder belohnt“, umschreibt der HSV-Coach die kritische Phase.

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Trotz der beachtlichen Ausbeute beträgt die Distanz zur Abstiegszone nur einen Zähler. Um dem angestrebten Klassenerhalt weiter Nahrung zu geben, ist Nubbemeyers ganz Aufmerksamkeit auf das erste Spiel nach der Winterpause daheim gegen den MSV Duisburg am 19. Februar gerichtet. „Wir werden in der Vorbereitung ab dem 9. Januar alles daransetzen, das erlangte hohe Level zu halten und gleich zu Beginn gegen Duisburg einen möglicherweise entscheidenden Schritt zu machen.“

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