Dramatische Szenen im Dortmunder Weltmeister-Achter - Ein Ruderer muss ins Krankenhaus

Rudern

Es ging weit über das Limit hinaus. Beim Sieg des Deutschland-Achters im Langstrecken-Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal sorgten zwei völlig entkräftete Ruderer für bange Minuten.

Dortmund

08.09.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dramatische Szenen im Dortmunder Weltmeister-Achter - Ein Ruderer muss ins Krankenhaus

Christopher Reinhardt liegt hbewusstlos im Boot. Trotzdem fuhrt der Achter später weiter. © dpa

Der sportliche Erfolg des Achters, der seinen Stützpunkt in Dortmund hat, wurde zur Nebensache. Mit sorgenvoller Miene verfolgte Trainer Uwe Bender nach dem Sieg seines Teams beim internationalen Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal das hektische Geschehen. Noch auf dem Wasser mussten Crewmitglied Christopher Reinhardt und der niederländische Ruderer Jacob van de Kerkhof medizinisch versorgt werden. Kaum an Land, ging es für die dem Kollaps nahen Sportler auf direktem Weg in ein Krankenhaus.

„Das war das größte Drama, das wir bei diesem Rennen jemals erlebt haben.“

„Das war das größte Drama, das wir bei diesem Rennen jemals erlebt haben. Das macht mich sprachlos“, kommentierte der sichtlich mitgenommene Bender.

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Niederländer übernehmen zwischenzeitlich die Führung

Schon weit vor dem Ziel kämpfte Reinhardt mit Kreislaufproblemen, setzte zwischenzeitlich mit dem Rudern aus und lag phasenweise auf seinem Rollsitz. Das nutzten die Niederländer zu einem Führungswechsel, mussten aber wenig später ebenfalls dem hohen Tempo Tribut zollen. Trotz der dramatischen Vorfälle setzten beide Teams das Rennen fort.

Uwe Bender freute sich nicht über den Sieg

Dass seine Crew im Ziel zwei Bootslängen vorn lag, konnte Bender nicht wirklich erfreuen. „Das Ergebnis war für mich völlig nebensächlich. Beide Boote sind weit über das Limit hinausgegangen. Es war schlimm, so hilflos im Ziel zu stehen und das mitansehen zu müssen“, klagte der Coach.

Später sind beide Ruderer stabil

Erst Minuten später gab es Entwarnung. „Es besteht keine Gefahr. Beide sind stabil“, hieß es in einer Erklärung des Veranstalters, der seit Jahren mit dem Slogan „das härteste Ruderrennen der Welt“ wirbt. Schon kurz nach der Siegerehrung telefonierte Reinhardt aus dem Krankenhaus mit Bender.

Reinhard war zum ersten Mal dabei

Anders als seine Mitstreiter aus dem deutschen Boot, das noch vor einer Woche die WM ebenfalls vor den Niederländern gewonnen hatte, war Reinhardt bei der 19. Auflage zum ersten Mal auf der 12,7 Kilometer langen Strecke zwischen Breiholz und Rendsburg dabei.

dpa

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