Drin das Ding! Wie Jan Hennig vom Hombrucher SV die ganze Helmut-Körnig-Halle überraschte

rnHallenfußball-Stadtmeisterschaft

Exakt 30 Sekunden läuft die Endrunden-Partie zwischen Hombruch und Kirchhörde noch, als sich HSV-Keeper Jan Hennig ein Herz fasst – zwei Sekunden später ballt er die Fäuste und jubelt.

von Dennis Winterhagen

Dortmund

, 14.01.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich hab zwischendurch mal geguckt, der Torwart stand einige Male ein bisschen weit vorne, aber da hab ich nicht ganz so gut getroffen“, sagt Jan Hennig im Anschluss an das Spiel. Wenige Minuten zuvor gelang ihm etwas, von dem jeder Keeper in seiner Laufbahn wohl irgendwann träumt: selbst ein Tor zu schießen.

Ein kurzer Blick nach oben, dann folgt Jan Hennings Moment

Das Spiel ist zu diesem Zeitpunkt schon entschieden, der Hombrucher SV führt gegen den Kirchhörder SC mit 3:0, der Einzug ins Viertelfinale ist perfekt. Der KSC will sich dennoch nicht einfach aufgeben, auch wenn nur noch 30 Sekunden zu spielen sind.

Anzeige


Die Roten machen noch einmal Druck und erzwingen so einen Pass auf Hennig. Dieser nimmt den Ball mit links an und legt ihn sich auf seinen schwächeren Rechten. Ein kurzer Blick nach oben, dann folgt sein Moment. Der Ball segelt über das Spielfeld hinweg – und findet tatsächlich seinen Weg ins gegnerische Tor.

Jetzt lesen

Verdutzte Blicke bei den Kirchhördern, Jubel beim HSV. Hennig wird von seinen Teamkollegen umarmt, die Bank zelebriert den Moment ebenfalls gebührend. „War natürlich ein bisschen Glück dabei, am Ende freut man sich aber trotzdem drüber“, erklärte der Schlussmann.

Auch im Rennen um den Titel dews besten Torhüters nur knapp geschlagen

Es war nicht die erste starke Leistung des 21-Jährigen, der maßgeblichen Anteil am durchaus überraschenden Finaleinzug des Landesligisten bei der 36. Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft hatte.

Mit der Ruhe eines alten Hasen gab er den Abwehrspielern vor ihm stets Sicherheit, wusste da zu sein, wenn es drauf ankam. Und dementsprechend ging es für Hennig und seine Mannschaft nicht nur um den ersehnten Sieg im Finale gegen den BSV Schüren, er war ebenso im heißen Rennen um die Auszeichnung zum besten Torhüter des Turniers bis zum Schluss vertreten. Gegner dort ausgerechnet sein Widersacher im Finale: Sascha Samulewicz.

Jetzt lesen

Und dieser ragte heraus. 4:0 gewann der BSV Schüren – auch wegen der Leistung von Samulewicz. „Es ist schon das i-Tüpfelchen“, äußerte sich der 33-Jährige im Anschluss über den individuellen Erfolg. Doch viel wichtiger war ihm der Triumph mit seinem Team.

„Der Titel für den Stadtmeister wäre schöner gewesen“

Ebenso erging es Jan Hennig, der gerne die Leistung seiner Mannschaft mit dem Finalsieg gekrönt hätte. „Ich hab mich am Ende darauf fokussiert, dass wir noch gewinnen.“ Der Titel für den besten Torhüter des Turniers hätte er auch gerne an sich genommen, „aber der für den Stadtmeister wäre schöner gewesen.“

Jetzt lesen

Das Tor wird ihm dennoch im Hinterkopf bleiben. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr mit dem Titel – oder im Idealfall mit beiden.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt