Duell der Minimalisten: Hombrucher SV feiert gegen Eichlinghofen ersten Sieg

rnFußball

Nach dem Sieg des Hombrucher SV beim TuS Eichlinghofen steht für beide Teams jeweils ein Erfolg zu Buche. Während die eine Mannschaft dennoch zufrieden ist, steht die andere vor großen Problemen.

Dortmund

, 30.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es dauerte bis zum vorletzten Testspiel ehe dem Landesligisten Hombrucher SV der erste Sieg in der Vorbereitung glücken sollte. Für Gegner Tus Eichlinghofen bedeutet die deutliche Niederlage zeitgleich die fünfte Pleite im achten Testspiel.

0:3, 0:6 und 0:4 - die Ergebnisse der letzten drei Testspiele verhießen für den Landesligisten Hombrucher SV im Hinblick auf den nahenden Saisonstart nichts Gutes. Zur Wahrheit gehört dabei allerdings, dass es mit dem FC Brünninghausen, dem SV Wacker Obercastrop und dem Lüner SV jeweils gegen Gegner ging, die eine Liga höher spielen als die Mannschaft von Trainer Alexander Enke.

Hombruch überzeugt in der ersten Hälfte

„Betrachtet man nur unsere Ergebnisse, war die Vorbereitung nicht sehr erfolgreich. Vor allem in diesen drei Partien hätten auch deutlich weniger Tore fallen können, aber schlussendlich sind die Ergebnisse auch nicht ausschlaggebend“, betont Enke. Vielmehr habe seine Mannschaft gezeigt, dass man in spielerischer Hinsicht durchaus mit den Westfalenligisten mithalten konnte.

Ganz bewusst hatte der Hombruch-Coach diese Vorbereitung geplant. Gegen jeweils höherklassigere Gegner setzte es vor dem Spiel gegen Eichlinghofen in sechs Begegnungen insgesamt satte vier Niederlagen und lediglich zwei Unentschieden. Derartige Rückschläge waren aber einkalkuliert.

Jetzt lesen

Gerade deshalb sei der Sieg gegen Eichlinghofen laut Enke jetzt aber sehr wichtig gewesen: „Wir wollten nun auch mal ein Spiel absolvieren, in dem wir mehr Ballbesitz haben und die diktierende Mannschaft sind. Das ist uns gelungen und ein Sieg ist für die Truppe dann natürlich immer gut.“

Vier Tore vor der Halbzeit

5:1 hieß es am Ende für den HSV, der mit vier Toren vor der Halbzeit bereits frühzeitig die Weichen für den ersten Testspiel-Erfolg in dieser Vorbereitung stellte. „Es war zwar kein ausnahmslos gutes Spiel, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit absolut bestimmend und deshalb war es schlussendlich ein vernünftiger Test“, so Enke.

Markus Bednarek (6. und 24. Spielminute), Simon Bank (15.) und Yassir Mhani (23.) waren zunächst für den Landesligisten erfolgreich. In der zweiten Halbzeit sorgte Burak Cetinkaya zwar für den zwischenzeitlichen Anschluss (50.), Hombruch stellte in Person von Hakan Cevime in der 73. Spielminute allerdings den alten Abstand wieder her und sicherte sich so den ersten Testspiel-Sieg.

Jetzt lesen

Lediglich einen Testspiel-Sieg? Das dürfte dem TuS Eichlinghofen durchaus bekannt vorkommen. Allerdings liegt hier der einzige Sieg in der Vorbereitung schon vier Wochen zurück. Mit 1:0 gewann man die erste offizielle Partie nach der Corona-Pause gegen Arminia Marten. Seither: fünf Niederlagen und zwei Unentschieden.

Eichlinghofen bleibt optimistisch

Doch wo man in Hombruch mit der spielerischen Art und Weise trotz der negativen Ergebnisse durchaus zufrieden ist, herrscht beim Bezirksligisten eine angespannte Stimmung.

Jetzt lesen

Dabei sind die ausbleibenden Erfolgsergebnisse gar nicht das größte Problem: Eine Woche vor dem Saisonstart fehlt Trainer Marc Risse verletzungsbedingt beinahe eine komplette Mannschaft: „Wir hatten gegen Hombruch zwölf gesunde Spieler dabei und eigentlich umfasst unser Kader 29 Akteure. Aber ich möchte die Verletzungen trotzdem gar nicht als Ausrede gebrauchen.“

Eine schnelle Besserung der Personalsituation scheint allerdings nicht in Sicht. „Da wird sich bis zum ersten Spieltag nicht viel verändern“, so Risse. Dennoch verliert der Trainer nicht die Hoffnung. Das liegt auch an der Vorstellung seiner Mannschaft gegen den HSV.

„Wir haben die Tore vor allem durch individuelle Fehler kassiert und deshalb habe ich das Spiel auch nicht so deutlich gesehen, wie es das Ergebnis am Ende vermuten lässt“, so Risse. Vor allem in der zweiten Halbzeit habe sein Team ein ordentliches Spiel abgeliefert. „Damit“, so der Trainer, „bin ich wirklich zufrieden und darauf können wir aufbauen. Wir bleiben optimistisch.“

Lesen Sie jetzt