„Eine Medaille muss es werden“: Olympionike Chrsitopher Weber hat hohe Ziele für die WM

rnBobsport

Nach seinem EM-Triumph im Januar hat der Dortmunder Olympionike Christopher Weber schon den nächsten Titel im Blick. Und die kann er mit einem alten Teamgefährten erringen.

Dortmund

, 15.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ganz nett, aber nicht so besonders wichtig“ findet Christopher Weber seine erste Europameisterschaft im Viererbob. Denn der 28-jährige Dortmunder hat seinen Blick schon auf einen ganz anderen Titel geworfen. Denn am 21. Februar startet die Bob-Weltmeisterschaft im sächsischen Altenberg.

Dort wird Weber sowohl den Vierer- als auch den Zweier-Bob anschieben - beides mit seinem langjährigen Weggefährten Johannes Lochner als Pilot. Bereits bei den Olympischen Spielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang fuhren beide gemeinsam die Piste hinunter und erreichten den achten Platz. Ein Ergebnis, dass dem ehrgeizigen Weber so gar nicht passte.

„Das Maß aller Dinge“ ist das Treppchen

Dementsprechend hoch sind auch seine Erwartungen an die diesjährige Weltmeisterschaft. „Eine Medaille sollte schon drin“, formuliert er 28-Jährige seine Ambitionen im Gespräch mit der Redaktion. „Das ist das Maß aller Dinge.“

Doch so einfach dürfte es nicht werden, wie Weber auch selbst eingesteht. „Der erste Platz wird schwierig.“ Denn Weltcup-Konkurrent Francesco Friedrich genieße auf der Strecke in Altendorf den klaren Heimvorteil. Er „könne schon als übermächtig bezeichnet werden“, erklärt der gebürtige Dortmunder.

Keine Angst vor Francesco Friedrich

In dieser Saison sei es jedoch bereits zweimal gelungen Friedrich zu besiegen. Das letzte Mal erst am 2. Februar in St. Moritz. Abgesehen davon gelang dem Gespann Weber/Lochner beim Weltcup in der Schweiz noch ein anderer Coup: Sie konnten das Drama um die Aufstellung von Lochner bei der WM in Altenberg gänzlich zu den Akten legen.

Denn Bundestrainer Renè Spieß wollte aufgrund seiner bisherigen Leistungen in der Saison zunächst auf den Mehrfach-Weltmeister Lochner im Zweierbob verzichten. „Die Entscheidung war für mich zwar nachvollziehbar, aber persönlich absolut unverständlich“ meint Weber dazu. „Auf der Reservebank zu sitzen, ist einfach nicht so geil.“

Umso „geiler“ dann, das der Bundestrainer sich nach dem Sieg der beiden in St. Moritz noch mal umentschied und Weber nun den Zweierbob mit Lochner auf der Altenberger Piste anschieben kann. „ Wir werden versuchen stark anzugreifen“, lässt Weber schon jetzt durchblicken.

Respekt vor der Strecke

Dabei verlief es auf der Strecke in Altenberg nicht immer gut für das deutsche Team. Im Vorjahr stürzte im Training ihr Viererbob. Die Teamkollegen Eric Franke und Nico Walther verletzten sich dabei. Walther musste sogar seine WM-Teilnahme absagen.

Mit dem dementsprechenden Respekt begegnet daher auch Weber der Strecke. „Sie ist absolut crazy. Die g-Kräfte, die auf den Piloten hier einwirken sind extrem“, meint der 28-Jährige, der sich mit der Mannschaft bereits in Altenberg ist, um mit der Strecke auf erste Tuchfühlung zu gehen.

Von der Familie unterstützt

Dennoch empfindet Weber Altenberg als „Riesenspaß“. Einen Spaß, den er auch wieder mit seiner Familie teilen wird, die ihn, wie schon bei der EM im Winterberg von den Zuschauerrängen anngefeuert haben. Eine so große Fanschar wie Ende Januar im Sauerland wird ihn jedoch nicht erwarten. „Winterberg ist aber auch viel näher an zuhause dran. Da ist es dann einfacher hinzukommen“, meint Weber.

In Altenberg würde vielmehr der Lochner Fanclub warten- zu dem zählt sich Christopher Weber übrigens auch, wenn er das Bob-Spektakel mal von der heimischen Couch aus verfolgen muss.

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