Eintracht will oben mitspielen, HSV drinbleiben

Fußball: A-Junioren-Westfalenliga

Auf einem starken vierten Rang beendeten die A-Junioren des TSC Eintracht die letzte Westfalenliga-Saison, stellten das drittbeste Rückrundenteam. Zu gerne würde Trainer Matthias Jabsen in seinem dritten Jahr an der Flora dieses Resultat bestätigen. Der Hombrucher SV hat als Aufsteiger ganz andere Ziele.

DORTMUND

, 01.09.2016, 10:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zur Realisierung des Vorhabens hängt für den Coach viel von einem vernünftigen Start ab: „Die ersten fünf Spiele werden uns den Weg weisen. Der Kopf muss mitspielen.“ Gleich zum Auftakt steht dabei das mit Spannung erwartete Derby beim Aufsteiger Hombrucher SV, dem Jabsen im Vorfeld absolute Ligatauglichkeit bescheinigt, an. Als heißeste Titelkandidaten stuft er den selbsternannten Favoriten SC Paderborn 07 und den aufstrebenden ostwestfälischen SV Rödinghausen ein.

Von Beginn an ohne Sorgen um den Klassenerhalt, möchten sich die Eintrachtler selbst zügig ins Feld der Verfolger einreihen. Das Potenzial hierfür ist für den TSC-Trainer gegeben: „Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader, der fußballerisch richtig gut ist und über eine hohe Spielintelligenz verfügt.“ Mit einem 22-köpfigen Aufgebot wird der Coach die Aufgaben angehen. Acht Jungen aus dem letztjährigen Team blieben ihm erhalten und stellen das leistungsmäßige Gerippe. Hinzu gesellen sich zehn Neuzugänge, die alle entweder über U17-Bundesliga- oder U19-Westfalenliga-Erfahrung verfügen. Vier Spieler rücken aus den eigenen Reihen (U17/U18) auf.

Intensive Vorbereitung

Die intensive Vorbereitung seit Anfang August verlief für Jabsen rundum zufriedenstellend und stimmt ihn sehr zuversichtlich: „Die Jungs haben von Beginn an ganz konzentriert gearbeitet und durchweg überzeugende Testspielresultate erzielt. Schwerpunkt und Höhepunkt war zweifelslos unser Trainingslager in Bad Aibling.“ Vier Tage weilte die Eintracht durch Jabsens Kontakte in dem Deutschen Fußball Internat zwischen Rosenheim und München. Dabei gab es im Vergleich mit dem ambitionierten Bayernligisten SpVgg Unterhaching nach einem 0:1-Rückstand durch Treffer von Berkan Firat und Julian Horstmann ein bemerkenswertes 2:1. Die Besichtigung der Allianz-Arena im Rahmenprogramm rundete die Maßnahme ab. Der TSC Eintracht scheint für die neue Saison im westfälischen Oberhaus bestens gerüstet.

 

Nach einigen vergeblichen Anläufen erfüllte sich für die A-Junioren des Hombrucher SV vergangene Saison mit dem souveränen Gewinn der Landesliga-Meisterschaft endlich der Traum vom Sprung ins westfälische Oberhaus. Ein weiteres Indiz für die seit Jahren herausragende Nachwuchsarbeit im Dortmunder Süden.

"Gegen den Abstieg"

Auf Sicht stufen die Vereinsverantwortlichen die Etablierung dieses Jahrgangs in der Westfalenliga vielleicht sogar einen Tick wertvoller, weil langfristig haltbar, als die aktuelle Bundesligazugehörigkeit der U17 ein. Dementsprechend wird Trainer Holger Bellinghoff alles Erdenkliche tun, um das übergeordnete Ziel Klassenerhalt im ersten Jahr zu realisieren: „Ich erwarte eine Zwei-Klassen-Gesellschaft mit den starken Ostwestfalen aus Paderborn und Rödinghausen sowie Lippstadt, vielleicht auch dem Nachbarn TSC Eintracht, im oberen Bereich. Wir zählen zu sechs, sieben Teams, für die es einzig gegen den Abstieg geht.“

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Schnell ankommen und punkten wollen die Aufsteiger in der neuen Umgebung. In den ersten beiden Partien daheim gleich mit dem spannungsgeladenen Derby gegen den TSC und dann in Lippstadt wird das allerdings ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Spätestens am dritten Spieltag scheint für Bellinghoff gegen Stadtlohn das erste Erfolgserlebnis Pflicht.

Gewachsene Strukturen

Das 24-köpfige HSV-Aufgebot verkörpert gewachsene Strukturen. Viele der Jungen spielen schon seit einigen Jahren in Hombruch. So kann Bellinghoff, dem Ricardo Böck als Co-Trainer assistiert, als Grundstock auf neun verbliebene Spieler seines Meisterteams zurückgreifen. Hinzu gesellen sich aus den eigenen Reihen acht der U17 entwachsene Bundesliga-Aufsteiger sowie zwei U18-Akteure. Komplettiert wird der sorgfältig zusammengestellte Kader lediglich durch fünf externe Neuzugänge. Insgesamt präsentiert sich das Aufgebot mit seinen vielen Jungjahrgängen als ausgesprochen perspektivträchtig.

In der Vorbereitung, mit einem viertägigen Trainingslager als Schwerpunkt, blitzte die Qualität des Aufsteigers nicht nur sporadisch auf. Dafür sprechen eine Vielzahl guter Testspielresultate, die einen doch eher sorgenfreien Saisonverlauf andeuten. 

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