Eisadler-Coach Thomas Schmitz: "Es kribbelt"

Eishockey: Regionalliga West

Knapp drei Monate ist Thomas Schmitz nun bei den Eisadlern als Trainer und sportlicher Leiter tätig – der Kader für die neue Saison steht. 26 Spieler werden sich das Eisadler-Trikot überstreifen, sieben davon kommen aus der eigenen Jugend. Der 43-jährige Kölner spricht im Interview mit Tobias Jöhren über den Umbruch an der Strobelallee, seine Ziele und die Vorfreude auf die ersten Eiszeiten.

DORTMUND

, 04.08.2016, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eisadler-Coach Thomas Schmitz: "Es kribbelt"

Thomas Schmitz will mit den Eisadlern "etwas aufbauen".

Seit Anfang Mai stehen Sie bei den Eisadlern in Amt und Würden. Montag geht’s mit der Mannschaft das erste Mal aufs Eis. Wie groß ist die Vorfreude?

Die ist natürlich riesengroß. Man merkt auch bei den Spielern, dass es kribbelt. Ich bekomme das auch hier zu Hause mit. Mein Sohn spielt ja kommende Saison bei den Eisadlern, der ist auch schon ganz aufgeregt. Wir freuen uns aufs Eis und wir freuen uns auf die neue Saison. Das ist das Echo, das ich von allen Spielern erhalten habe.

Wo werden die Schwerpunkte der Vorbereitung liegen, was erwartet die Mannschaft?

Wir steigen auf jeden Fall nicht mit Knüppeltraining ein. Wir werden die Eiszeiten nutzen, um die technischen Abläufe wieder rein zu bekommen und zu schulen. Nach drei bis vier Monaten abseits des Eises schleichen sich immer kleinere technische Fehler ein. Entsprechend werden die Schwerpunkte zunächst auf dem Passen, dem Schießen und dem Schlittschuhlaufen liegen. Aber natürlich werden wir dann auch irgendwann im konditionellen Bereich arbeiten. Ende August, Anfang September gehen wir dann gezielt das Spielerische an.

Wie sieht das Eishockey aus, das Sie zukünftig in Dortmund spielen lassen möchten?

Ich will offensiv spielen. Es wird kein defensives Eishockey geben. Die Mannschaft soll nicht nur hinten drin stehen und auf Konter lauern. Es wird spielerisches, kreatives, offensives Eishockey geben. Wir werden versuchen, die Spiele zu kontrollieren und dem Gegner unser Spiel aufs Auge zu drücken. Das klappt nicht, wenn man nur die Scheibe nach vorne schlägt und dann hinterherhetzt. Mir ist klar, dass das mit unserer jungen Mannschaft schwierig werden wird, gerade gegen die Hochkaräter in der Liga wie Hamm oder Ratingen. Trotzdem: Wir wollen attraktives Eishockey spielen.

Auch ohne Eiszeiten waren Sie in der Sommerpause sehr beschäftigt. Viele Spieler haben den Verein verlassen, darunter auch viele Leistungsträger, 16 Neuzugänge haben Sie für die kommende Saison ins Boot geholt. Wie gut ist der neue Kader?

Wir können uns sicherlich nicht mit Hamm oder Ratingen messen. Trotzdem ist das ein guter Kader, ich bin sehr zufrieden. Wir haben unser Budget nach unten gefahren und dennoch bin ich guter Dinge, dass wir drei ausgeglichene Reihen aufs Eis schicken werden. Wir haben gute und junge Spieler, die den nächsten Schritt gehen wollen. Das ist die Grundlage für langfristig erfolgreiches Eishockey in Dortmund.

Es ist ein großer Umbruch nach drei erfolgreichen Spielzeiten. Was dürfen die Fans von der neuen Mannschaft erwarten?

Die Fans dürfen sich auf ein Team freuen, dass immer 110 Prozent geben wird und sich voll mit dem Verein identifiziert.

Wie lauten die Ziele für die neue Spielzeit?

Unser Ziel ist es ganz klar, unter die ersten Sechs zu kommen und uns für die Meisterrunde zu qualifizieren, die ab Mitte Januar beginnt. Die Konkurrenz ist stark. Das wird eine schwierige Kiste. Aber das Ziel Meisterrunde ist klar definiert.

Reicht die Qualität des Kaders dafür aus?

Ja, davon bin ich überzeugt.

Jetzt lesen

Es gibt kritische Stimmen, die das anders sehen.

Die gibt es immer, das ist doch klar. Kritik auszuüben, ist immer leicht. Nur es besser zu machen, ist eben auch immer schwierig. Die Kritiker dürfen gerne bei uns mitwirken und zeigen, dass sie es besser können. Ich wusste von Anfang an, dass die Aufgabe bei den Eisadlern nicht leicht wird. Trotzdem bin ich von der Qualität überzeugt und stehe voll hinter der Mannschaft. Wichtig ist, dass wir das Kind Eisadler leben. Natürlich würden wir uns freuen, wenn uns die Fans auf diesem Weg unterstützen und begleiten würden. Das könnte der jungen Mannschaft sehr, sehr helfen. Dann können wir auch mit diesem Kader Erfolg haben und eine schöne Saison erleben.

Der Eisadler-Kader 2016/17
Spieler (vorheriger Verein)

Michael Alda (Dortmund), Thorben Beeg (Köln), Felix Berger (Dortmund), Dennis Breitfeld (Dortmund), Frank Buchwald (Dortmund), Alessandro Di Benedetto (Eigene Jugend), Marius Dräger (Dortmund), Patrick Fücker (Dortmund), Marvin Gleibler (Königsborn), Mark Hoffmann (Dortmund), Lucas Kleinschmidt (Eigene Jugend), Sebastian Licau (Dortmund), Dominik Mahner (Eigene Jugend), Joey-Max Menzel (Dinslaken), Dominik Oster (Dortmund), Maik Postert (Eigene Jugend), Timo Renner (Eigene Jugend), Roberto Rinke (Herne), Sebastian Schmitz (Dinslaken), Max Surke (Eigene Jugend), Til Wambach (Eigene Jugend), Constantin Wichern (Dortmund), Felix Wiegand (Essen Jugend), Miles Steinschneider (Bad Nauheim), Marvin Wollmann (Solingen), Peter Zirnow (Köln) 

 

Lesen Sie jetzt