Eisadler-Goalie Dräger über die Playdowns

Eishockey: Regionalliga West

Das spielfreie Wochenende nutzen die Eisadler Dortmund für eine Teambuilding-Maßnahme. Mit der gesamten Mannschaft geht es am Samstag zum Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg. Danach wird es in der 1. Playdown-Runde gegen die Soester EG ernst. David Reininghaus hat zuvor mit Eisadler-Keeper Marius Dräger über die prekäre Lage gesprochen.

DORTMUND

von David Reininghaus

, 16.02.2017, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eisadler-Goalie Dräger über die Playdowns

Wird in den Playdowns gefordert sein: Eisadler-Keeper Marius Dräger (l.).

Nachdem Rang sechs in der Hauptrunde verpasst wurde, wollten Sie über die Relegation in die Playoffs. Warum hat auch das nicht geklappt? Es ist schwierig, da einen bestimmten Grund auszumachen. Wir sind eine junge Mannschaft, die zu Saisonbeginn einen Lauf hatte. Danach lief es nicht mehr so gut. Es ist nicht einfach, sich dann aus einer Talsohle herauszukämpfen. Da fehlt es auch an Erfahrung. Ein Problem ist, dass wir Situationen und Spiele, die für uns unglücklich laufen, nicht schnell genug abhaken und aus dem Kopf bekommen.

War der Spielabbruch in Herford und die anschließende Wertung gegen die Eisadler ein Knackpunkt? Nein, an dem Spiel würde ich es nicht festmachen wollen. Die Partie ist zwar unglücklich gelaufen, aber wir hatten auch nach diesem Spiel noch Chancen.

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Zuletzt gab es zum Teil deutliche Niederlagen. Wie steht es um das Selbstbewusstsein und die Stimmung in der Mannschaft? Wir haben mannschaftsintern und auch mit dem Trainer viel gesprochen und nach Ursachen  geforscht. Wir spielen manchmal vielleicht zu kompliziert und wollen noch einen gegnerischen Spieler ausspielen oder versuchen einen Zwei-Linien-Pass, anstatt den einfachen Pass zu spielen. Da steht bei uns die Motivation manchmal über dem Denken und wir wollen zu sehr mit dem Kopf durch die Wand.

Was stimmt Sie optimistisch, dass der Abstieg in die Landesliga verhindert werden kann? Unser Potenzial. Am Anfang der Saison haben wir gezeigt, was wir können. Wir haben jeden großen Namen geschlagen oder die Spiele zumindest eng gehalten. 

Worauf wird es in den Playdowns ankommen? Wir müssen die einfachen Sachen richtig und gut machen. Wir haben den Willen und die Einstellung dazu, auch wenn das einige zuletzt bemängelt haben. Auch der Kampf wird entscheidend sein. Wer weniger Fehler macht, gewinnt.

Welche Folgen hätte ein Abstieg? Ich glaube, dass ein Großteil der Mannschaft zusammenbleiben würde. Es hat aber keiner von uns Lust abzusteigen. Deshalb mache ich mir darüber auch keine Gedanken.

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