Eisadler nach Pleite und Sieg vor "Endspielen"

Eishockey: 1. Liga West

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Fans der Dortmunder Eisadler am vergangenen Wochenende. Nach der bitteren 4:6-Niederlage am Freitag gegen die Hammer Eisbären zuhause an der Strobelallee, folgte am Sonntag ein verdienter 5:2-Sieg bei den Ratinger Ice Aliens. Nun stehen sechs "Endspiele" an.

DORTMUND

15.02.2016, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eisadler nach Pleite und Sieg vor "Endspielen"

Bittere Pleite in Hamm: Die Eisadler um Felix Berger stehen in den Playoffs mit dem Rücken zur Wand.

Nach dem 4:6 gegen die Hammer Eisbären durfte sich Thomas Rendschmidt bestätigt fühlen. Die Zeit der kalkulierbaren Siege sei vorbei, hatte der Pressesprecher der Eisadler im Vorfeld des Freitag-Heimspiels erklärt – die erneute Niederlage ließ die Playoff-Teilnahme wieder in Gefahr geraten. In der Endrunde der 1. Liga West bekommen Dortmunds Kufencracks ihr Spiel einfach nicht regelmäßig genug aufs Eis.

Hamm am Ende cleverer

So war der Sieg der Gäste am Freitagabend verdient. Die Eisadler lagen mit 0:3 zurück, ehe sie sich aufbäumten. Potthofs 2:3 ließ die Hoffnungen wachsen, am Ende aber war Hamm cleverer und hatte auf jedes Tor der Dortmunder die richtige Antwort.

Und so brachen die zahlreichen Dortmunder Fans mit einem mulmigen Gefühl im Bauch auf nach Ratingen. Denn das Freitagspiel gab nicht viel Anlass zu Optimismus, dass man beim bisherigen Ligaprimus punkten könnte. Was folgte war aber ein fantastischer Eishockeyabend und ein hochverdienter 5:2-Erfolg der Eisadler.

Kuchnia bringt Eisadler in Front

Dabei machten es beide Teams spannend. Ratingen ging früh in Führung, aber kurz danach konnte Felix Berger bereits den Ausgleich erzielen. Und Dank Andre Kuchnias Tor gingen die Dortmunder mit einer 2:1 Führung zum ersten Mal in die Kabine. Im zweiten Drittel erkämpften sich die Eisadler viele weitere Chancen, aber ein weiteres Tor wollte einfach nicht gelingen. Stattdessen brachte Milan Vanek mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2 seine Aliens wieder ins Spiel.

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Nun musste also das letzte Drittel die Entscheidung herbeiführen. Und die Eisadler starteten furios. Bereits nach 26 Sekunden brachte Jiri Svejda mit einer tollen Einzelaktion sein Team wieder in Front. Und nicht nur das: Durch einen fulminanten Schuss von der blauen Line erhöhte Kapitän Niko Bitter sogar auf 4:2.

Svejda macht den Deckel drauf

Als dann kurz vor Ende Ratings Coach Alexander Jacobs auch noch Goalie Dennis Kohl vom Eis nahm und somit eine 6:3-Überzahlsituation erzeugte, rechnete jeder mit dem längst fälligen Anschlusstreffer. Doch wiederum war es Jiri Svejda der sich ein Herz fasste, den Puck unter Kontrolle brachte und souverän zum 5:2 Sieg der Dortmunder in das leere Gehäuse traf. Der Jubel auf Seiten der Dortmunder Fans kannte kein Ende mehr.

Mit diesem Sieg haben die Eisadler zunächst den vierten Platz in der Tabelle gefestigt. Doch von nun an gibt es nur noch Endspiele, so eng ist die Tabellensituation in der ersten Liga West. Sechs Partien muss das Team von Trainer Krystian Sikorski noch bestreiten, dann steht fest, ob es für Platz vier und damit für die Teilnahme an den Playoffs gereicht hat.

Erstes "Endspiel" gegen Dinslaken

Das erste Endspiel findet bereits am kommenden Mittwoch um 19:30 Uhr im Eisstadion an der Strobelallee statt. Gegner in diesem Spiel sind dann die Kobras aus Dinslaken. Hierbei müssen die Eisadler allerdings auf Matthias Potthoff verzichten, der in Ratingen, nach einem unbeabsichtigten Stockstich mit Verletzungsfolge, für das Duell gegen die Kobras gesperrt ist.

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