Eisadler schliddern in neue Saison - viele Fragen

Eishockey

Eigentlich sollte längst alles klar sein. So war der Plan. Spätestens Ende April wollten die Eisadler Klarheit haben, wie es in der kommenden Saison weitergeht. Jetzt, Anfang Juni, steht vor allem eins fest: Es steht so gut wie gar nichts fest. Der Eishockey-Verein von der Strobelallee schliddert der neuen Spielzeit entgegen - es gibt mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen.

DORTMUND

, 02.06.2017, 13:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eisadler schliddern in neue Saison - viele Fragen

Coach Thomas Schmitz und die Dortmunder Eisadler sind auf Playoffs-Kurs.

Vieles hängt dabei von Thomas Schmitz ab. Der Trainer der Eisadler hatte unmittelbar nach dem Abstieg im März erklärt: „Ich stehe zu den Eisadlern.“ Er wolle die Suppe auslöffeln, die er und sein Team sich eingebrockt hätten. Heute, knapp drei Monate später, klingt das weniger überzeugend und überzeugt: „In den vergangenen Wochen ist so viel passiert. Ich muss mir darüber noch ein paar Gedanken machen. Jetzt hat alles so lange gedauert, da bringt uns eine Woche mehr oder weniger auch nicht mehr um.“

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Hintergrund für Schmitz‘ Zweifel ist vor allem die Tatsache, dass er nicht unbedingt die erste Wahl für den Trainerjob in der nächsten Saison gewesen sein soll. Auch Waldemar Banaszak war nach Informationen dieser Zeitung ein heißer Kandidat, der U 19-Trainer möchte aber lieber weiterhin im Nachwuchsbereich arbeiten. „Das hat mich schon enttäuscht“, sagt Schmitz über die Gespräche mit einem potenziellen Nachfolger hinter seinem Rücken.

Schmitz ist erste Wahl

Lothar Grabe, Vorsitzender der Eisadler, bestätigt die Gespräche mit Banaszak. Es sei der Wunsch der Gründungsmitglieder gewesen, mit dem Jugendtrainer über ein mögliches Engagement in der ersten Mannschaft zu reden, sagt Grabe. Für ihn persönlich sei allerdings zu jedem Zeitpunkt klar gewesen, dass Schmitz seine erste Wahl sei. „Ich halte ihn sowohl fachlich als auch charakterlich für die absolut beste Lösung.“ Zur offenen Trainerfrage sagt er: „Ich kann sie nicht beantworten. Thomas Schmitz hat sich Bedenkzeit erbeten und wird mich nächste Woche informieren, wie er sich entschieden hat. Das akzeptiere ich.“

In der kommenden Woche soll sie dann also fallen, die Entscheidung, die ursprünglich Ende April fallen sollte. Dann wird sich klären, wer die Eisadler in die neue Spielzeit lenkt. Stand heute wird es eine Spielzeit in der Landesliga NRW werden, denn die Hintertür, trotz des Abstiegs in der Regionalliga West bleiben zu können, scheint verschlossen zu sein. „Es sieht im Moment nicht so aus, dass es eine Regionalliga nur aus NRW-Teams geben wird“, sagt Grabe, „Wir planen komplett für die Landesliga, alles andere wäre für mich eine Überraschung.“

Und der Kader?

Mit welchem Kader die Eisadler das Abenteuer Landesliga angehen werden, lässt sich ebenfalls noch nicht seriös beantworten. Erst, wenn der Trainer feststeht, soll mit den Spielern gesprochen werden. Und da der Trainer aktuell auch der sportliche Leiter ist und nun mal Thomas Schmitz heißt, ist halt alles völlig offen. Nächste Woche gibt‘s ein kleines bisschen Klarheit – wahrscheinlich. 

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