Eisadler verlieren Spitzenspiel knapp

Eishockey: 1. Liga West

Gegen den Tabellenersten, die Ratinger Ice Aliens, mussten sich die Eisadler mit 2:4 geschlagen geben. Doch das Spiel Erster gegen Zweiten hatte trotzdem alles, was den Sport so faszinierend macht. Auch wenn das Wochenende für Trainer Krystian Sikorski mit einer Hiobsbotschaft begann:

DORTMUND

25.10.2015, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eisadler verlieren Spitzenspiel knapp

Die Eisadler verloren das Spitzenspiel in Ratingen.

Die Dortmunder hatten sich für Ihren Auftritt am Ratinger Sandbach viel vorgenommen. Doch die erste Hiobsbotschaft traf Trainer Krystian Sikorski bereits vor dem Spiel. Topscorer Jiri Svejda musste wegen einer Grippe zu Hause bleiben.

Engagierter Beginn

Trotzdem begannen die Eisadler engagiert und gingen bereits nach knapp vier Minuten durch Tommy Kuntu-Blankson mit 1:0 in Führung. Und auch in der Folgezeit erarbeiteten sich die Dortmunder Chancen, um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Doch das nächste Tor fiel auf der Seite der Gastgeber. Nachdem Dortmunds Felix Berger die erste Zwei-Minuten-Strafe des Spiels absitzen musste, erzielte Jan Phillip Priebsch den Ausgleich für die Gastgeber.

Kaum hatten sich die Eisadler von dem Ausgleich erholt, mussten Sie den nächsten Schock verdauen. Marvin Cohut musste nach einem Bandencheck verletzt vom Eis getragen werden. Schiedsrichter Hefler schickte „Übeltäter“ Lucas Becker daraufhin vorzeitig in die Kabine. Die anschließende fünfminütige Überzahl konnten die Eisadler nicht nutzen, obwohl sie sich viele Chancen herausspielten. 

Erneute Führung

Im zweiten Drittel erzielte Dortmund knapp drei Minuten nach Wiederanpfiff die erneute Führung der Eisadler. Matthias Potthoff war es, der nach einem Zuspiel von Marc Kolberg alle Ratinger Aliens stehen ließ und zur erneuten Führung einnetzte. Es folgte nun ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, wobei die Eisadler mehr vom Spiel hatten. Der Ausgleichstreffer fiel, als Marvin Moch die Überzahl der Gastgeber nutzte und den Puck zum 2:2 über die Linie schob.

Der Jubel der Ratinger Fans war allerdings noch nicht ganz verklungen, als man auch auf Seite der Aliens einen Verletzten zu beklagen hatte. Goalie Dennis Kohl verletzte sich im Getümmel vor seinem Tor und musste ebenfalls verletzt das Eis verlassen.

Gastgeber punktet überraschend

Das letzte Drittel begann wie die vorherigen: Dortmunder Angriffe auf das Alientor, das mittlerweile Christoph Oster hütete, aber ein Tor wollte nicht gelingen. Als genau in diese Dortmunder Drangphase auch noch eine Strafzeit für die Gastgeber ausgesprochen wurde, war man sich im Dortmunder Fanblock sicher, dass nun der erneute Führungstreffer fallen würde. Die Rheinländer konnten jedoch den Aufbauversuch der Eisadler stören, schnappten sich den Puck, spielten über drei Stationen die Dortmunder Abwehr aus, und statt dem erneuten Führungstreffer für die Gäste, fiel die erstmalige Führung für die Gastgeber.

Als dann Milan Vanek, zehn Minuten vor Schluss, eine Überzahlsituation der Ratinger bereits nach sechs Sekunden zum 4:2 nutzen konnte, war der Drops gelutscht. Zuvor war Eisadler Sebastian Schröder vom Eis geschickt worden, da er sich mit einem Check von hinten gegen Dennis Fischbuch eine Matchstrafe eingehandelt hatte. Trotzdem versuchte Coach Krystian Sikorski noch einmal alles. Nach einer Auszeit nahm er Marius Dräger vom Eis, so dass man nun, zwei Aliens saßen auf der Strafbank, mit 6 gegen 3 agieren konnte. Dieselbe Situation gab es ca. eine Minute vor Schluss noch einmal. Ebenfalls 6 gegen 3. Doch ein weiteres Tor für die Eisadler wollte an diesem Abend einfach nicht mehr fallen.

Team und Tore:
Eisadler: Dräger (TW), Fücker (TW n. eing.) Domula, Berger, Bitter, Buchwald, Tsvetkov, Licau, Bruch, Kolberg, Wichern, Potthoff, Proyer, Pompino
Tore: 0:1 (03:51) Kuntu-Blankson (Cohut), 1:1 (09:23) Priebsch (Moch, Fischbuch), 1:2 (23:47) Potthoff (Kolberg), 2:2 (32:20) Moch (Becker, Fischbuch), 2:3 (45:42) Fischbuch (Moch, Priebsch), 2:4 (49:24) Vanek, Schumacher, Piotrowski)
Strafminuten: Ratingen 19 + SD Becker L., - Dortmund 15 + MS Schröder
Zuschauer: 446

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