Eisadler wollen mehr auf den Nachwuchs setzen

Eishockey: 1. Liga West

Am Freitag ging die Spielzeit für die Eisadler mit dem 4:3-Rückspielerfolg gegen Hamm zu Ende. Das Hinspiel hatte Hamm noch mit 4:0 gewonnen. Das Torverhältnis entschied letztlich zugunsten Hamms. Der Traum vom Titelgewinn in der 1. Liga West ging damit für die Eisadler im Halbfinale zu Ende. Fest steht schon jetzt: Zur kommenden Saison wird es einige Veränderungen geben.

Dortmund

, 14.03.2016, 20:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eisadler wollen mehr auf den Nachwuchs setzen

Bilder der Eishockeypartie zwischen den Dortmunder Eisadlern und den Hammer Eisbären.

Lothar Grabe spricht nach Beendigung der Eishockey-Saison von einer bevorstehenden Zäsur. Der Vorsitzende der Eisadler Dortmund erklärt, dass der Klub wichtige Spieler verliert, der Etat etwas gesenkt und jetzt mehr auf den Nachwuchs gesetzt wird.

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„Der Modus war eine Katastrophe“, schimpft Eisadler-Trainer Krystian Sikorski. Er habe es in seiner kompletten Karriere als Spieler und Trainer noch nicht erlebt, dass eine Playoff-Runde in zwei Partien entschieden wird. Der Modus der 1. Liga West kam auch bei Kapitän Niko Bitter nicht gut an. „Wir haben allein gegen Hamm in einer Saison acht Mal gespielt. Das ist weder für uns noch für unsere Zuschauer spannend“, sagt Bitter. In der kommenden Spielzeit ist der Eishockeyverband NRW für die Liga verantwortlich, nicht mehr der Landeseissportverband. „Ich kann nur hoffen, dass es in der kommenden Spielzeit einen neuen Modus gibt“, sagt Grabe.

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Drei wichtige Säulen des Teams stehen dann nicht mehr zur Verfügung: Malte Bergstermann, Jiri Svejda und Niko Bitter. Bergstermann zieht es nach Neuseeland, Svejda wird eine Pause einlegen und Bitter will sich mehr auf seinen Job konzentrieren. „Zu 100 Prozent habe ich mich noch nicht entschieden, aber es sieht zurzeit alles danach aus, als würde ich kommende Saison nicht mehr spielen“, sagt Bitter.

Sikorski ist interessiert

Die Trainerfrage ist auch noch nicht zu 100 Prozent geklärt. „Es steht noch ein Gespräch mit Krystian Sikorski aus. Ich würde aber gerne mit ihm weiterarbeiten“, sagt Grabe. Sikorski hat auch Interesse, dem Klub erhalten zu bleiben. „Ich kann mir gut vorstellen, auch in der kommenden Spielzeit die Eisadler zu coachen. Der Spaß an meiner Arbeit in Dortmund ist nicht verloren gegangen“, sagt er.

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Kommt es zu einer Einigung, wovon aktuell stark auszugehen ist, wird Sikorski sein Team unter veränderten Gesichtspunkten zusammenstellen müssen. Grabe betont, dass der Klub den Etat um ein paar Prozentpunkte senken wird. „Wir möchten wieder mehr Nachwuchsleute einbauen“, sagt Grabe.

Kader soll bis Ende März stehen

Die Etatkürzung begründet er damit, dass die 1. Mannschaft nicht das Finanzgefüge des Vereins belasten dürfe. „Die Nachwuchsarbeit hat oberste Priorität“, sagt Grabe. Am Montagabend saß der Vorstand zusammen, um die neue Ausrichtung zu konkretisieren. Bis zum Ende des Monats soll die Kaderplanung zu großen Teilen abgeschlossen sein. Das Abschneiden der abgelaufenen Spielzeit betitelt Grabe als akzeptabel: „In den vergangenen beiden Jahren sind wir jeweils Meister geworden. Diesmal sind wir im Halbfinale gescheitert. Wir hätten natürlich gerne wieder den Titel geholt. Aber ein schwaches Spiel im Hamm hat den Endspieleinzug verhindert.“

Überhaupt nicht zufrieden war der Vorsitzende mit dem Zuschauerzuspruch in der abgelaufenen Spielzeit. „In der vorigen Saison hatten wir in den Playoffs gegen Ratingen noch 1200 Zuschauer“, sagt Grabe. Am Freitag gegen den Nachbarn Hamm waren es nur 570. Das läge auch an dem Spielplan mit den immer wiederkehrenden gleichen Gegnern. Grabe hofft, dass der neue Eishockeyverband NRW einen spannenderen Spielplan erarbeitet. 

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