Elfmeterschießen und Favoriten-Aus - die Kreispokal-Duelle in Dortmund hatten es in sich

Fußball-Kreispokal

In zwei von drei Kreispokal-Partien am Donnerstagabend trafen in Dortmund Ligakonkurrenten aufeinander - spannend bis zum Schluss blieb es in beiden Spielen. Die dritte Begegnung gewann der klassenhöhere Favorit.

Dortmund

, 10.10.2019, 23:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Elfmeterschießen und Favoriten-Aus - die Kreispokal-Duelle in Dortmund hatten es in sich

Da geht‘s lang in Richtung Runde vier: Giovanni Schiattarella und seine Brackeler warfen am Donnerstagabend den Hombrucher SV aus dem Kreispokal. © Schaper

SV Brackel 06 – Hombrucher SV 3:2 (2:0) – Packend bis zum Abpfiff blieb das Pokal-Duell der beiden Landesligisten SV Brackel und Hombrucher SV. Niklas Rybarczyk (10.) und Leon Lukas (20.) im Zusammenspiel mit Rybarczyk brachten die in der Liga auf Rang 14 stehenden Gastgeber früh in Führung. „Die erste halbe Stunde geht klar an uns, da hatten wir eine sehr hohe Intensität gegen den Ball, und mit Ball haben wir sehr gut Lösungen gefunden, um schnellstmöglich ans gegnerische Tor zu kommen“, berichtete Brackels Trainer Giovanni Schiattarella.

Im zweiten Abschnitt erhöhte der Tabellendritte aus Hombruch den Druck dann merklich. „Es waren zwei verschiedene Halbzeiten“, erklärte HSV-Coach Alexander Enke. „In der ersten hatte Brackel das Zepter in der Hand und war deutlich gefährlicher nach vorne, in der zweiten hat sich das Blatt gewendet, da haben wir mehr Druck aufgebaut und sind verdient rangekommen.“ Der Anschlusstreffer zum 1:2 aus Sicht des HSV durch Julian Voß (56.) war die logische Folge. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den Liga-Konkurrenten. „Wir hatten mega Kontersituationen und machen dann das 3:1 in der besten Phase von Hombruch“, berichtete Schiattarella. Doch auch nach Rybarczyks zweitem Tor (75.) gaben die Hombrucher nicht auf und erzielten durch Raimund Büth (80.) nur fünf Minuten später den Anschlusstreffer. „Beide Seiten haben ein bisschen rotiert, es war sicher von beiden Teams kein gutes Fußballspiel“, resümierte Enke. „Das Ergebnis geht in Ordnung.“

Körne gibt sich keine Blöße

DJK TuS Körne – Osmanlispor Dortmund 6:2 (3:1) – Keine Probleme mit seiner Pokalaufgabe hatte Bezirksliga-Spitzenreiter Körne: Gegen Osmanlispor ging die Elf von Trainer Dominik Grobe am Donnerstagabend früh in Führung und sicherte sich einen am Ende ungefährdeten 6:2-Erfolg. Nico Maurice Voigt mit einem Dreierpack (12., 50., 86.), Doppeltorschütze Marcel Senft (16., 36.) und Domagoj Jurcevic (65.) schossen den klaren Sieg heraus.

Dem Tabellenvorletzten der Kreisliga A konnten Mustafa Corak (19.) mit seinem Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 und Hakan Sevin (52.) nur kurzzeitig Hoffnung schenken, zu deutlich war die Überlegenheit des starken Bezirksligisten. Dementsprechend zufrieden war TuS-Trainer Dominik Grobe nach dem Abpfiff. „Wir haben viel gewechselt, viel rotiert, es haben viele Spieler Einsatzzeiten bekommen“, resümierte der Körner, der eine geschlossene Mannschaftsleistung sah. „Die, die gespielt haben, haben das echt gut gemacht. Wir haben Ball und Gegner gut laufen lassen und einige Tore schön herausgespielt.“

Sharri behält die Nerven

K.F. Sharri – Ay Yildiz Derne 7:6 (2:2/2:1) – Knapper hätte Ay Yildiz Derne die Revanche nicht verfehlen können: Beim Kreisliga-A-Konkurrenten K.F. Sharri musste sich das Team von Trainer Yasin Yanik nach spätem Ausgleich erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Im Liga-Vergleich Ende August hatte Ay Yildiz auf heimischem Boden mit 1:2 den Kürzeren gezogen. Diesmal ging es für die Derner besser los: Ali Gökcek (14.) brachte seine Elf früh in Führung – die allerdings nur kurz währte, Santiliano Braja stellte nur eine Minute später die Chancengleichheit wieder her (15.). Kurz vor der Pause war es erneut Braja (44.), der für Sharri, das ohne den beruflich verhinderten Trainer Ferhat Degirmenci angetreten war, die Weichen Richtung Sieg stellte. „Wir wollten den Ball klären, haben aber den Gegenspieler angeschossen, und der macht den direkt rein“, berichtete Dernes Coach Yanik.

Fortan kämpfte sein Team gegen den Rückstand an. „Die konnten das Tempo nicht mithalten, wir waren läuferisch überlegen“, berichtet Yanik. Erst in der Nachspielzeit belohnte sich seine Elf für ihre Mühen, als Abdulsamed Calis (96.) doch noch der späte Ausgleich gelang. Im Elfmeterschießen gelang dem Liga-Vierten Sharri die Entscheidung gegen den Tabellen-Achten. Derne-Trainer Yanik zeigte sich dennoch nicht unzufrieden: „Das war ein super Pokalabend, sehr ruhig, sehr fair“ berichtet Yanik. „Beide Mannschaften haben fußballerisch auf hohem Niveau gespielt.“

Lesen Sie jetzt