Enttäuschende Aussichten für den Amateursport: DFB kritisiert die Politik

Amateursport

Keine guten Aussichten für den Amateursport nach der Ministerpräsidenten-Konferenz. Der Deutsche Fußball-Bund zeigt sich enttäuscht und kritisiert die Politik.

Frankfurt/Main

23.03.2021, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der DFB hat die Politik kritisiert.

Der DFB hat die Politik kritisiert. © picture alliance/dpa

Die Verbandsspitze des Deutschen Fußball-Bundes hat die neuen Corona-Beschlüsse von Bundesregierung und Länderchefs kritisiert. In einem gemeinsamen Statement schrieben Präsident Fritz Keller und Vizepräsident Rainer Koch am Dienstag: „Es ist enttäuschend, dass der organisierte Amateursport bei den jetzt getroffenen Bund-Länder-Beschlüssen mit keiner Silbe erwähnt wird.“

Jetzt lesen

Man bedauere bei aller Vorsicht „sehr, dass abermals Verbote im Mittelpunkt stehen und nicht Lösungen, die Wege bieten, angemessen mit der Pandemie umzugehen“.

Amateurfußball wird nicht als Teil der Lösung begriffen

Der Lockdown, der den Sport im Amateur- und Jugendbereich seit Anfang November massiv einschränkt, wurde bis zum 18. April verlängert, neue Perspektiven für den Sport gibt es zunächst nicht. „Der organisierte Amateurfußball wird leider auch nach einem Jahr Pandemie immer noch nicht als Teil der Lösung begriffen“, schrieben Keller und Koch.

DFB-Präsident Fritz Keller (r.) und sein Vize Rainer Koch.

DFB-Präsident Fritz Keller (r.) und sein Vize Rainer Koch. © imago images/Sven Simon

Dabei sähen alle bisherigen Erkenntnisse so aus, „dass das aktive Fußballspielen unter freiem Himmel kein Pandemietreiber ist und die Ansteckungsgefahr auf dem Spielfeld minimal ist“. Der Profifußball musste nach dem Frühjahr 2020 kein zweites Mal den Spielbetrieb unterbrechen und lässt Aktive, Trainer und Beteiligte engmaschig und regelmäßig testen.

dpa

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt