FC Brünninghausen: Tore, die manche auf der Playstation nicht schießen und Kritik an Lünen

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Die Florian-Gondrum-Show erhielt mal wieder Einzug in Brünninghausen und ließ manchen Playstation-Besitzer wohl vor Neid erblassen. Am Gegner aus Lünen gab es Kritik.

Dortmund

, 17.11.2019, 21:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Florian Gondrum ist eine der prägenden Figuren des FC Brünninghausen. Seit 2012 spielt der 29-Jährige am Hombruchsfeld, ist mittlerweile bis zum Spielertrainer aufgestiegen und drückt dem Spiel immer noch seine persönliche Note auf. Im Heimspiel gegen den Lüner SV tat er das mit zwei Toren, die manche Fußballer nicht mal vor der Playstation hinbekommen.

Der einfache Treffer war da wohl noch zu einfach

Doch von Beginn an: Bereits nach 20 Sekunden hätte Gondrum aus wenigen Metern den ersten Treffer der Partie erzielen können, trat aber über den Ball. Der einfache Treffer schien da noch zu einfach.

Nach zwei Minuten durfte es Patrick Trawinski versuchen, scheiterte aber am Lüner Torwart Daniel Dreesen. Immer wieder auserkorenes Opfer der Offensiv-Bemühungen des FCB: Lünens Rechtsverteidiger Daniel Mikuljanac. Dieser wirkte gerade zu Beginn deutlichst überfordert, kam mit dem Tempo von Trawinski kaum mit.

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„Das Spiel ist nach zehn, 15 Minuten durch, wenn wir die Dinger machen“, zeigte sich Gondrum nach dem Spiel selbstkritisch. „Wir machen die Torchancen, dann steht’s normalerweise 2:0, und wir brauchen darüber nicht zu diskutieren.“

Gondrum haderte mit der Chancenauswertung. Während Lünen sich nur zaghaft nach vorne wagte. „Deren Spiel war halt nur auf Freistöße ausgelegt“, kritisierte Gondrum die Spielweise der Lüner, „bei jeder Kleinigkeit sind die umgefallen.“

Erste Chance, erstes Tor für die Lüner

Dabei war es mitnichten so, dass das Lüner Spiel von Fallsucht geprägt war. Doch einen dieser Freistöße verwandelte Lünens Elf-Tore-Mann Johannes Zottl zur Führung. Erste Lüner Chance, erstes Tor und der Mutmacher für den 13. der Westfalenliga. Zottl hat im Anschluss gleich doppelt die Chance zu erhöhen, schießt erst daneben, scheitert dann an Leon Broda.

„Wir müssen sogar 2:0 in Führung gehen, weil Zottl eine Tausendprozentige hat“, haderte auch Lünens Trainer Christian Hampel. „Dann gab es diese Elfmetersituation“, erzählt Hampel: Fabian Pfennigstorf wurde von Mert Sahin im Strafraum zu Fall gebracht - kein Pfiff, kein Elfmeter.

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Stattdessen startete in Halbzeit zwei die Florian Gondrum-Show, die den FCB auf Platz sieben manövrierte. Ein Schuss von Gondrum (49.) aus spitzen Winkel, knapp 23 Metern entfernt, fand sein Ziel am langen Pfosten, landete von dort im Netz.

Das absolute Highlight ließ zwar lange auf sich warten, wird bei Gondrum aber wohl lange in Erinnerung bleiben. Ein Brünninghausener Freistoß wird geklärt. Amadeus Piontek bekommt den Ball auf der linken Seite, spielt einen hohen Diagonalball. Der Ball fliegt perfekt über die aufrückenden Lüner hinweg, Gondrum (85.) trifft ihn direkt mit dem Vollspann. Tor. 2:1. Der Siegtreffer.

FCB: Broda - Palmieri, Kruse (45. El Hamassi), Sahin, Tekin - Brauer, Piontek - Trawinski, Gondrum, Enzmann (79. Schröder) - Terzicik (90+1. Newman)

Tore: 0:1 Zottl (25.), 1:1 Gondrum (49.), 2:1 Gondrum (85.)

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