FC Roj läuft heiß: Fünf Tore in 19 Minuten, VfR Sölde testet gegen St. Pauli

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Beim FC Roj läuft es in der Vorbereitung. Ein Neuling erzielte im Test einen Hattrick und macht Lust auf mehr. Der VfR Sölde hat indes eine besondere Reise zur Reeperbahn vor der Brust.

Dortmund

, 31.01.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Roj scheint mit seinen Transfers in der Winterpause ein gutes Händchen bewiesen zu haben. Nachdem sich Abdellah Mohammed, Choukri El Bahat Bouzrekry und Mücahit Deniz schon in den vergangenen Testspielen treffsicher zeigten, legten sie nun gegen den VfB Günnigfeld, Tabellenelfter der Bezirksliga 10, eindrucksvoll nach. Dabei ging das Spiel denkbar schlecht los: Bereits nach neun Minuten ging Günnigfeld durch ein Eigentor von Frank Ghislain Ketcha Foulifack in Führung.

Die Reaktion von Roj ließ etwas auf sich warten - kam dann aber umso deutlicher. In der 51. Minute schlug Mücahit Deniz, der aus Hordel zu Roj wechselte, zum ersten Mal zu. 13 Minuten später hatte er bereits den Dreierpack geschnürt (60./ 64.). Spätestens als El Bahat Bouzrekry (69.) und Mohamad (72.) netzten, war die Partie entschieden. Günnigfeld verkürzte in der Schlussminute nur noch einmal.

Mücahit Deniz macht in der Vorbereitung beim FC Roj bisher einen guten Eindruck.

Mücahit Deniz macht in der Vorbereitung beim FC Roj bisher einen guten Eindruck. © Nils Foltynowicz

Bevor es in der Bezirksliga am 16. Februar gegen Mülhausen-Uelzen weitergeht, testet Roj noch einmal gegen Kurdistan Bochum (2. Februar, 15 Uhr).

David Bauer erzielt Tor und Eigentor

Der VfR Sölde kam gegen A-Ligist Sölderholz nicht über ein 3:3-Remis hinaus. Eine besondere Rolle spielte dabei David Bauer, der mit einem Eigentor den VfR Sölde in Führung brachte (40.). Der favorisierte Bezirksligist ließ nicht locker und erhöhte in der 42. Minute durch Fabien Joel Garando und in der 56. Minute durch Kevin Marquardt.

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Doch der A-Ligist gab sich nicht geschlagen. Ausgerechnet Bauer sorgte mit seinem Treffer - diesmal ins richtige Netz - wieder für Hoffnung. In den Schlussminuten gelang Sölderholz durch Leonard Grudicek-Lips (89.) und Marvin König (92.) tatsächlich noch der Ausgleich. Trainer Marco Nagel war trotzdem zufrieden, nur die Chancenverwertung könnte noch besser sein.

„Wir waren kläglich vor dem Tor, es hätten noch fünf, sechs Tore mehr sein können. Dennoch war es ein guter Test. Wir haben das Spiel nur zu zehnt beenden können, weil Joel Garando zehn Minuten vor Schluss verletzt runter musste und auch Mark Dubiel sich mit einem Pferdekuss rumschleppte“, so Nagel.

Erst auf die Reeperbahn, dann das Testspiel

Das Highlight der Vorbereitung steht ohnehin noch an. Am Sonntag um 10 Uhr tritt Sölde beim FC St. Pauli an. Zwar geht es nur gegen die fünfte Mannschaft, eine einmaliges Erlebnis wird es trotzdem sein. Der Kontakt kam über St. Paulis Trainer Christopher Sprick zustande. „Er kommt auch aus dem Ruhrgebiet und lädt zum Test immer eine Mannschaft ein“, sagt Nagel.

Deswegen macht sich am Samstag ein ganzer Reisebus auf den Weg von Sölde nach Hamburg. „Wir haben einen 50 Mann-Bus gemietet. Die erste und die zweite Mannschaft fahren mit. Auch vom Vorstand und von den Alten Herren sind welche dabei“, freut sich Nagel auf den besonderen Testspiel-Ausflug.

Die Partie wird direkt vor dem Millerntorstadion stattfinden. Eigentlich war geplant, dass die Partie bereits am Samstag um 15 Uhr ausgetragen werden soll. „Aber dann hat der DFB das Spiel der ersten Mannschaft gegen den VfB Stuttgart angesetzt. Das ist wohl ausverkauft. Aufgrund von Sicherheitsgründen konnten wir deshalb nicht spielen“, so Nagel.

Nun geht es also am Sonntagmorgen statt am Samstagnachmittag auf den Platz. Die Vorfreude bleibt gleich bei Sölde, einen Nachteil hat der neue Spieltermin trotzdem, wie Nagel prophezeit: „Am Samstagabend gehen wir raus, das könnte dann Sonntag früh Probleme geben“.

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