FCB-Stürmer: Verein hat ein deutliches Zeichen gesetzt

Brünninghausens Florian Gondrum im Interview

Zehn Vereine aus der Fußball-Oberliga haben die Lizensierungs-Unterlagen für die kommende Regionalliga-Saison abgeschickt. Neben dem ASC 09 gehört seit Dienstag auch der FC Brünninghausen dazu. Udo Stark sprach mit Florian Gondrum, Kapitän des aktuellen Tabellenvierten, über die Botschaft, die am Hombruchsfeld einiges verändert hat.

von Udo Stark

Dortmund

, 05.04.2018 / Lesedauer: 3 min
FCB-Stürmer: Verein hat ein deutliches Zeichen gesetzt

Zehn Tore erzielte Florian Gondrum in der bisherigen Saison. © Stephan Schuetze

Der FC Brünninghausen hat im letzten Moment die Regionalliga-Lizenz beantragt. Wie hat die Mannschaft diese Nachricht aufgenommen?

Ich bewerte das ausgesprochen positiv. Der Verein hat ein deutliches Zeichen gesetzt und für uns Spieler ist das ein Dankeschön. Ich denke, damit spreche ich für beide Vereine. Was der ASC und wir in dieser so ausgeglichenen Liga bislang geleistet haben, ist schon außergewöhnlich. Und es ist gut zu wissen, dass das alles nicht umsonst sein soll.

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Ziehen Sie daraus zusätzliche Motivation?

Auf jeden Fall hat sich dadurch für uns die Ausgangslage deutlich verändert. Nachdem die Abstiegsfrage durch den Rückzug von Marl-Hüls und Hassel längst geklärt ist, spielt die Hälfte der Vereine die Saison doch nur noch einfach so runter – wie gehören nicht dazu. Für uns geht es noch um etwas.

Ist der Verein schon reif für die Regionalliga?

Als Spieler ist diese Frage schwierig zu beantworten, das kann der Vorstand eher beurteilen. Ich kenne nicht sämtliche Auflagen. Aber ich vertrete grundsätzlich die Meinung, dass ein Team, das den Aufstieg geschafft hat, auch in der höheren Liga spielen darf, wenn es irgendwie machbar ist.

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Wie bewerten Sie die sportlichen Chancen des FC Brünninghausen?

Die Tabelle ist recht verzerrt. Man weiß gar nicht richtig, wo man genau steht. Den ASC holen wir leider nicht mehr, dafür fährt diese Mannschaft einfach konstant Siege ein. Wir müssen abwarten, wie die Nachholspiele von Haltern, Hamm oder Lippstadt ausgehen. Platz zwei zu erreichen ist schwierig, aber nicht unmöglich.

Was würde sich für Sie persönlich nach einem Aufstieg in die Regionalliga verändern?

Ich denke, gar nichts. Mein Beruf als Sozialversicherungs-Fachangestellter wird immer im Vordergrund stehen. Aber innerhalb des Teams haben wir über das Thema noch nicht gesprochen, dafür ist das alles auch noch zu frisch und auch noch zu weit entfernt. Durch den Sieg in Lippstadt sind wir ja gerade erst noch mal so richtig oben rangerutscht. Egal, ob wir nach einem Aufstieg einmal mehr trainieren würden als bisher: Wir wären immer noch allenfalls Feierabend-Halbprofis.

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