Azmir Alisic kam kurz vor dem Saisonstart von Rot-Weiß Ahlen zum FC Brünninghausen. Im Gespräch erzählt er, warum er so schnell zu einer festen Größe im Tor des Fußball-Oberligisten wurde.

Brünninghausen

, 21.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Herr Alisic, Sie sind relativ spät zum FC Brünninghausen gekommen und strahlen jetzt schon eine unglaubliche Ruhe in den Spielen aus. Wo kommt diese Lockerheit her?

Ich kannte vorher schon ein paar Spieler in Brünninghausen, und die Erfahrung habe ich mitgebracht, durch meine Zeit bei Ahlen, wo ich schon Regionalliga- und Oberliga-Erfahrung gesammelt habe. Das hat mir sehr geholfen.


Haben Sie damit gerechnet, so schnell die Nummer eins zu werden?

Auf gar keinen Fall. Mir war klar, dass ich im Rückstand bin, weil ich nicht die komplette Vorbereitung mitgemacht habe. Der Trainer hat mir das auch so zu verstehen gegeben, dass ich erstmal hinten anstehe. Ich habe einfach Gas gegeben und meine Arbeit getan und war dann sehr froh über die Chance.


Wie haben Ihnen die Mitspieler bei der Eingewöhnung geholfen?

Man gibt Gas, versucht immer, alles aus sich herauszuholen. Das hilft ungemein, wenn die Mitspieler auch so drauf sind.


Muhammed Acil war fünf Jahre lang die unangefochtene Nummer eins. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihm?

Ich verstehe mich wirklich gut mit Mo.


Ist der Konkurrenzgedanke sehr groß zwischen Ihnen?

Wir pushen uns gegenseitig. Es ist egal, wer von uns spielt. Hauptsache, die Mannschaft hat Erfolg.


Wie viel müssen Sie eigentlich von hinten aus dirigieren?

Der Torwart hat den größten Überblick. Dadurch muss ich sehr viel dirigieren, für Ordnung sorgen, um so gefährliche Angriffe zu vermeiden.

FCB-Torwart Azmir Alisic im Interview: Ich habe das beste Angebot angenommen

Dirigiert den FC Brünninghausen von hinten heraus: Azmir Alisic. © Stephan Schütze

Als Torhüter ist man auch ein bisschen der Boss der Abwehr. Ist das eine Rolle, die Ihnen liegt?

Auf jeden Fall. Man ist die ganze Zeit über fokussiert und konzentriert. Ich ruhe mich im Spiel keine Sekunde aus.


Sie haben nur drei Punkte weniger als der Tabellenführer. Was ist drin für den FC Brünninghausen?

Die Saison ist noch recht jung. Im Endeffekt ist der Klassenerhalt das Wichtigste. Wenn wir oben mitspielen, spielen wir halt oben mit und gucken was geht. Aber erstmal zählt der Klassenerhalt.


Trainer Alen Terzic legt trotz toller Offensive um Et, Gondrum & Co. zuerst Wert auf eine stabile Defensive. Der richtige Weg im modernen Fußball?

Mit dem System, das der Trainer uns vorgibt, kommen wir sehr gut zurecht und es hilft uns ungemein, um erfolgreich zu sein.


Erleichtert das System das Torwartspiel?

Das auf jeden Fall. Ich habe zum Glück viele Mitspieler, die auch sehr gut am Ball sind. So schaffen wir es, viele Situationen spielerisch zu lösen.


Was hätten Sie eigentlich gemacht, wenn der FCB sich nicht gemeldet hätte?

Ich hatte genug Anfragen. Ich habe dann erstmal alles abgewartet und mir Zeit gelassen. Mit dem FCB habe ich das beste Angebot letztlich angenommen.


Wie lauten Ihre persönlichen Ziele für diese Saison?

Ich hoffe, dass ich meine Ausbildung schaffe. Das ist erstmal das Wichtigste für mich. Fußballerisch soll natürlich auch alles super laufen. Ich hoffe einfach, dass ich die Möglichkeit bekomme, noch einige Jahre in Brünninghausen zu bleiben.

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