FLVW schließt nicht aus, dass Tabellendritte den Zweiten vorgezogen werden

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Die Aufstiegsregel für die Amateurfußballer steht inoffiziell schon fest, sollten aber noch Mannschaften zurückziehen, gibt es weitere Nachrücker. Die Idee, wer das sein könnte, ist kontrovers.

Dortmund

, 05.06.2020, 09:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war ja schon alles so gut wie entschieden. Eigentlich. Die Amateurfußballer in der Region hatten sich schon vorher ausgerechnet, wer nach der Empfehlung des FLVW aufsteigen wird. Was fehlt, ist nur noch die Zustimmung des Verbandstags - praktisch nur noch Formsache. Aber der Rückzug von zwei Westfalenligisten hat jetzt für neue Aufregung rund um die Aufstiegsentscheidung des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) gesorgt.

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Manfred Schnieders bestätigt die Aufregung im Verband. „Wir“, erzählt der FLVW-Vizepräsident, „bekommen fast täglich Anfragen von Vereinen, was denn passiert, wenn Mannschaften für die kommende Saison noch zurückziehen sollten“.

Dann versucht Schnieders aber zu beschwichtigen. Erstmal brauche man jetzt den Verbandstagsbeschluss, um offiziell den Saisonabbruch und auch die Aufstiegsempfehlung umsetzen zu können. „Wir haben schon über 100 Umschläge bekommen, aber die sind noch zu“, so der FLVW-Präsident.

Der 26. Juni wird ein entscheidender Tag für die Amateurfußballer sein

Aber was passiert dann? Zunächst wird es eine Einspruchsfrist von zehn Tagen geben, sollte kein Verein diese Möglichkeit wahrnehmen, können sich die Amateurfußballer den 26. Juni im Kalender anstreichen. An diesem Tag werden laut dem FLVW-Präsidenten „wahrscheinlich“ die Aufsteiger offiziell verkündet.

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Die Liste wird dann aber wohl nicht vollständig sein. Warum? Weil eben immer noch Mannschaften - wie zuletzt der SC Roland und SV Spexard in der Westfalenliga 1 - zurückziehen können. Und zwar bis zum 15. Juli. Dann endet die Meldefrist für die kommende Spielzeit. Aber auch hier ist sich der Verband noch nicht ganz sicher. „Eventuell verschieben wir die auch nochmal, weil wir ja immer noch nicht wissen, wann es wieder losgeht“, so Schnieders. „Im Moment sieht es tatsächlich danach aus, dass wir nochmal verschieben werden“, bestätigt Meike Ebbert, Pressesprecherin des FLVW.

Aber was heißt das jetzt für Mannschaften wie TuS Körne? Die Dortmunder stehen in der Bezirksliga Staffel 8 auf Platz zwei hinter Türkspor, sind laut FLVW-Empfehlung als Zweiter der Hinrundentabelle und Zweiter nach Anwendung der Quotientenregel eigentlich nicht aufgestiegen. Eigentlich. Denn durch die Rückzüge der zwei Westfalenligisten werden auch wieder mehr Plätze in der Landesliga frei - genauer gesagt fünf.

Manfred Schnieders zum Aufstieg von Tabellendritten: „Ja, das kann sein“

Manfred Schnieders hat jetzt konkreter über die Überlegungen gesprochen, wer diese Plätze bekommen könnte. „Wenn wir final wissen, wer alles zurückzieht, dann werden wir die Plätze zählen und dann die Regelungen anwenden, die getroffen wurden.“ Damit spielt Schnieders auf die Quotientenregel an.

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Aber bezieht sich diese Regel dann nur auf Tabellenzweite oder könnten auch Tabellendritte, die nach der Quotientenregel vor Tabellenzweiten liegen, aufsteigen? „Ja, das kann natürlich sein“, bestätigt Schnieders, macht damit die Hoffnungen der Körner zunichte, bremst aber gleich wieder: „Aber wir müssen erstmal abwarten, wie viele Mannschaften überhaupt zurückziehen.“

Da die Meldefrist eventuell noch verschoben werden soll, müssen sich der TuS Körne und alle anderen Amateurfußballer noch länger auf die endgültige Entscheidung warten. Und das, obwohl ja eigentlich schon alles feststeht. Eigentlich.

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