Frauen des ASC erreichen nicht das Saisonziel - Was sagt der Vorstand dazu?

Handball-Oberliga

Zum zweiten Mal hintereinander haben die ambitionierten Oberliga-Handballerinnen des ASC 09 den Aufstieg verpasst. Abteilungsleiter Frank Fligge erklärt warum.

Aplerbeck

, 08.05.2019, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Frauen des ASC erreichen nicht das Saisonziel - Was sagt der Vorstand dazu?

Carolin Hohloch und der ASC starten in der kommenden Saison einen neuen Angriff. © Peter Ludewig

Für den Dortmunder Handball wäre es ein echtes Highlight geworden. Mit dem Aufstieg in die 3. Bundesliga hätten die Oberliga-Handballerinnen des ASC 09 Dortmund für zwei Lokalduelle gegen den BVB 2 gesorgt. „Wir haben darüber schon mit BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann gesprochen, der sich darauf ebenso gefreut hat wie wir“, erklärte Frank Fligge, Handball-Abteilungsleiter des ASC 09. Doch daraus wird nun (wieder) nichts. Kein Aufstieg, keine Lokalduelle. Stattdessen der dritte Versuch des ASC 09, im kommenden Jahr den Sprung in die 3. Liga zu realisieren.

Die Stimmung am Sonntag in Everswinkel sei natürlich ziemlich im Keller gewesen, gab Fligge zu: „Denn im Grunde war ja alles klar. Königsborn hatte am Samstag mit dem 26:25 gegen den Tabellendritten Ibbenbüren gewonnen und war damit durch. Wir wussten, dass wir nichts mehr ändern konnten, deshalb wären einige Spielerinnen am liebsten gar nicht nach Everswinkel gefahren.“ Andererseits wollte Fligge den Nicht-Aufstieg nicht überbewerten. „Natürlich haben wir immer gesagt, dass wir aufsteigen wollen, gerne sogar. Aber das wir es nicht geschafft haben, ist jetzt auch kein Drama.“

Der ASC scheitert an Königsborn

Doch woran lag es, was waren die Gründe dafür? Gibt es da etwa Parallelen zum Vorjahr, als der ASC 09 in der Rückrunde eine Schwächephase erlitt und so den Aufstieg doch noch verpasste. „Nein“, erklärt Fligge, „das stimmt so nicht. Es gibt keine Parallelen. In der letzten Saison haben wir den Aufstieg selbst verspielt, da haperte es im zwischenmenschlichen Bereich, da gab es keinen Teamspirit. In diesem Jahr stimmte intern alles. Die Stimmung war sensationell. Wir müssen einfach akzeptieren, dass Königsborn sportlich noch etwas stärker war als wir.“

Fligge erinnerte dazu an das Topspiel im Februar gegen Königsborn, das mit zwei Toren verloren ging. Ausschlaggebend dafür seien aber auch die schweren Verletzungen von Inga Spaan (Kreuzbandriss) und Haupttorschützin Carolin Hohloch (Arm) gewesen. Wer weiß, wie es ohne diese Vorfälle gelaufen wäre, so Fligge.

„Die Finanzierung hätte gestanden. Das hätten wir gestemmt. Wir hatten auch einen guten Kader, da wäre es doch albern gewesen zu sagen, wir wollen Fünfter werden.“
Frank Fligge, Abteilungsleiter Handbal beim ASC09

Und auch den Vorwurf, der ASC hätte im Vorfeld den Aufstiegswunsch zu offensiv formuliert, lässt Fligge in dieser Form nicht gelten. „Natürlich wollten wir aufsteigen. Die Finanzierung hätte gestanden. Das hätten wir gestemmt. Wir hatten auch einen guten Kader, da wäre es doch albern gewesen zu sagen, wir wollen Fünfter werden“, so der Abteilungsleiter. Jetzt geht der Blick nach vorn. Trainer Tobias Genau hat keinerlei Konsequenzen zu fürchten. „An Tobias gibt es 0,0 Prozent Kritik, er macht einen super Job“, erklärt Fligge, der in der Saison 2019/20 „oben mitspielen“ will. Die intakte Mannschaft bleibe so gut wie erhalten. Nur Jennifer Weste stehe als Polizistin nicht mehr zur Verfügung. Erste Verstärkung sei Torfrau Marina Wilkus vom BVB, die beim ASC 09 auf zahlreiche frühere Teamkolleginnen wie Maren Rynas, Annika Kriwat oder Carolin Hohloch treffen wird.

Lesen Sie jetzt