Bövinghausens Neuzugang Marko Onucka im Interview: Ich durfte bei den Profis reinschnuppern

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Halbzeit bei der Shopping-Tour des TuS Bövinghausen – den fünften von zehn angekündigten Neuzugängen in der Winterpause hat der Landesliga-Dritte sicher. Wir haben mit Marko Onucka gesprochen.

Dortmund

, 05.12.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Stürmer Marko Onucka (31 Jahre) kommt mit der Empfehlung von 77 Treffern und 32 Vorlagen in 227 Spiele in NRW- bzw. Oberliga vom Fünftligisten Rot Weiss Ahlen, zuvor war der 31-Jährige unter anderem für Westfalia Herne, den VfB Hüls, den SV Zweckel und die SSVg Velbert am Ball. Den Sprung in den Erwachsenenbereich nahm Onucka beim VfL Bochum, für den er in der A-Jugend-Bundesliga in 26 Spielen zwölf Treffer erzielte.

Mit drei Toren in zwei Relegationsspielen gegen Lippstadt haben Sie Velbert aus der Oberliga in die Regionalliga West geschossen. Kann der TuS Bövinghausen im Aufstiegsrennen Richtung Westfalenliga mit einer ähnlich spektakulären Trefferquote von Ihnen rechnen?

An die Spiele erinnere ich mich gerne zurück, mit dem Hin- und Rückspiel hat das Flair gehabt, wie eine Art Finale. Das hat riesig Spaß gemacht! Ich hoffe natürlich, dass wir oben anklopfen können. Es ist wichtig, dass wir gut in die Rückrunde starten. In der Tabelle haben wir glaube ich neun Punkte Rückstand (auf Tabellenführer SV Wacker Obercastrop, d. Red.). Klar sind wir da ein bisschen auf Hilfe angewiesen, aber wir dürfen nicht den Fehler machen, auf andere zu gucken, sondern müssen uns auf uns konzentrieren. Ich will mit meiner Erfahrung helfen, da oben dranzubleiben.

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Was sehen Sie als Ihre größte Stärke auf dem Platz?

Es fällt mir schwer, über mich selbst zu reden. Das können andere am besten beurteilen. Aber ich denke, mit meiner Erfahrung über die ganzen Jahre unter Beweis gestellt zu haben, dass ich weiß wo das Tor steht, und dass ich auch in der Box mit dem Rücken zum Korb die Bälle gut abschirmen kann.

Warum wechseln Sie von RW Ahlen aus der Oberliga zum zwei Klassen tiefer spielenden TuS Bövinghausen?

Ich habe mir lange Gedanken gemacht. Ich studiere in Bochum und wohne in Essen, und das Spielen in Ahlen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich gehe da überhaupt nicht im Groll und wünsche dem Verein nur das Beste und dass die ihre Ziele erreichen. Aber aufgrund des Studiums und meiner Familie ist es am Ende der Zeitfaktor, dass ich es nicht mehr schaffe, drei bis viermal die Woche in Ahlen beim Training zu erscheinen. Ich bin auf den Verein zugegangen und habe das erklärt, die waren da sehr kooperativ, haben Verständnis gezeigt und mir keine Steine in den Weg gelegt. Die Klassenzugehörigkeit ist mir in dem Sinne nicht so wichtig, das hat auch mit Respekt für Ahlen zu tun. Ich habe denen gesagt, dass ich nicht innerhalb der Oberliga wechseln werde. Aber auch aus Respekt für Ajan, den ich über Jahre kenne, da wurden wir uns sehr schnell einig.

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Wie kam der Kontakt zum TuS zu Stande?

Ich kannte Ajan (Dzaferoski, Präsident des TuS, d. Red.) und schätze ihn noch aus Herner Zeiten, da habe ich auch schon mit vielen der Jungs beim TuS zusammengespielt. Das Projekt in Bövinghausen begeistert mich und auch den Werdegang habe ich verfolgt, unter anderem mit der Hallenstadtmeisterschaft. Von daher ist mir das alles auch bekannt, und ich wollte, wenn ich weiterspiele, auch mit meinen Jungs weiterspielen. Von Bochum von der Uni brauche ich 20 Minuten bis zum Platz nach Bövinghausen, nach Ahlen wäre das nicht mehr machbar und für beide Seiten tragbar gewesen. Wenn ich Fußball spiele, will ich das immer zu 100 Prozent machen, das war in Ahlen nicht mehr gegeben, weil ich dann unregelmäßig beim Training wäre.

Welche Ihrer künftigen Mitspieler kennen Sie bereits?

Etliche, mit dem Dejan Petrovic habe ich lange zusammengespielt, mit Marcel Mützel, Pascal Königs, Benjamin Teichmöller, jetzt auch mit dem Philipp Rößler der gekommen ist, mit dem Dino Dzaferoski, dem Andre Witt…

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Sie haben in der U19 Bundesliga für den VfL Bochum in 26 Spielen 12 Tore erzielt. Was haben Sie aus Ihrer Zeit beim VfL mitgenommen in den Amateurbereich?

Gerade im Jugendbereich lernt man am meisten, auch mit Hinblick auf die Zukunft, da wurde auch schon auf den Seniorenbereich hingearbeitet. Ich durfte bei den Profis reinschnuppern, habe auch als A-Jugendlicher schon bei den Amateuren mitgespielt. Am meisten habe ich da die Durchsetzungskraft gelernt, weil ich früher lange relativ klein und schmächtig war, habe ich davon am meisten profitiert, auch mit dem Krafttraining. Und das Technische und Taktische war ja sowieso Gang und Gäbe.

Freuen Sie sich auf die Hallenfußballstadtmeisterschaften mit dem TuS? Sind Sie ein Hallenzocker?

Ja, eigentlich bin ich so ein Hallenzocker, das macht mir immer richtig Bock! Und gerade so ein großes Turnier mit tausenden Zuschauern bei der Endrunde, da freue ich mich riesig drauf. Wenn wir wieder so weit kommen und sogar den Erfolg vom letzten Jahr wiederholen könnten, wäre das super.

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