Aufwärtstrend bei Borussia Dortmunds U23: Jetzt steigt die Vorfreude auf den großen Rivalen

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Seine Rückschau auf das 4:0 gegen den SV Bergisch Gladbach wollte BVB-Trainer Mike Tullberg prägnant präsentieren. Der 33-Jährige wollte es „kurz machen“.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 01.12.2019, 15:07 Uhr / Lesedauer: 3 min

So leitete Dortmunds U23-Trainer sein Statement auf der anschließenden Pressekonferenz ein – und lieferte damit eine gewisse Symbolik. Abhaken, weitermachen, keine Feiertagsstimmung aufkeimen lassen - so oder so ähnlich konnten Tullbergs Einstiegsworte gedeutet werden, waren die drei höchstverdient errungenen Zähler doch fest eingeplant in der schwarzgelben Punkterechnung und außerdem zwingend erforderlich für die bislang unsteten Borussen.

Ein Sieg war für die U23 des BVB Pflicht

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Gegen den Aufsteiger, mit sieben Punkten abgeschlagen Letzter, „mussten“ sie einfach gewinnen, räumte auch Kapitän Joseph Boyamba nachher ein. Dass solche Spiele überaus eklig sein können für den eigentlichen Favoriten, weil der Gegner tief steht, auf Konter lauert und sich keinem immensen internen wie externen Erwartungsdruck ausgesetzt sieht, ist allerdings keine neue Erkenntnis. Dementsprechend berechtigt war denn auch die klar ersichtliche Dortmunder Zufriedenheit und Freude über den so souveränen Erfolg.

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BVB U23 - Bergisch Gladbach 4:0 (3:0)

Der BVB II gewinnt gegen Bergisch Gladbach mit 4:0
01.12.2019
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Der BVB gewann gegen Bergisch Gladbach.© Dortmunder Sportfotografie / Schulze
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Der BVB gewann gegen Bergisch Gladbach.© Dortmunder Sportfotografie / Schulze
Der BVB gewann gegen Bergisch Gladbach.© Dortmunder Sportfotografie / Schulze

„Wir haben das Tempo hochgehalten und wir haben uns Top-Chancen erarbeitet“, lobte Tullberg letztlich. Dass der finale Kontakt, also der Torschuss zuweilen etwas zu schludrig entsandt wurde und der BVB eigentlich aus den „kleineren“ Gelegenheiten die Tore gemacht hatte, war letztlich der einzige Kritikpunkt, den Tullberg öffentlich äußerte. Ansonsten erfreute sich Tullberg an der guten Leistung auf dem alljährlich zu dieser Jahreszeit „schwierig“ zu bespielenden Rote-Erde-Rasen, der kein technisch feines Kurzpassprogramm mehr erlaubt, zu ramponiert, zu uneben ist er mit all seinen Löchern.

Mike Tullberg sieht einen Aufwärtstrend

Ausschweifend wollte sich Tullberg allerdings auch dazu nicht äußern, lieber fuhr er fix fort mit seiner sportlichen Bewertung – und bilanzierte einen Aufwärtstrend: „In den vergangenen Wochen ist in unserem Spiel eine Steigerung drin.“ Hatte der BVB zwischen dem 12. und 26. September nur einen Punkt in vier Partien geholt und dabei unter anderem gegen Schalkes U23 übel mit 1:5 verloren, hätten ihm nachfolgend gegen Gladbachs Zweitvertretung „die letzten 30 Minuten gefallen“ (1:1), gegen Fortuna Köln die gesamte Spielzeit (2:0) – und auch kürzlich beim 0:2 gegen den SC Verl sah der Däne einige gute Ansätze und war „einverstanden“ mit dem Vortrag.

Dass seine Borussia nun gegen Bergisch Gladbach so klar gewann, durfte ihn kurz überaus zufrieden stellen. Zuvorderst die Leistung in Halbzeit eins, die der BVB mit dem Zwischenstand von 3:0 beschloss. Schon nach neun Minuten erzielte Boyamba die so wichtige Führung gegen einen Gegner, der aus sicherer Abwehrhaltung heftig stechende Konter laufen wollte. Dass Tullbergs Kollegium diesen frühen Erfolg nicht in der Hand hielt wie eine Vase, die jederzeit zerschellen kann, sondern sich weiterhin traute, forsch nach vorn zu gehen, ist diesem ebenso anzurechnen wie die Tatsache, dass diese Bemühungen auch von Erfolg gekrönt waren.

Chris Führich triftt von Punkte

Chris Führich sorgte per Foulelfmeter fürs zweite Tor (32.), wiederum Boyamba für das dritte (43.) – und Taylan Duman gelang der Endstand, ebenfalls per Strafstoß nach unfairem Einsatz, allerdings schon weit in der zweiten Halbzeit (69.). Darüber hinaus hätten die Borussen zwar noch „drei, vier Treffer mehr machen können“, befand Boyamba.

Doch das blieb auch sein einziger Kritikpunkt nach dem fünften Regionalliga-Duell, das der BVB in dieser Spielzeit ohne Gegentreffer überstand. Nur einmal wackelte dieser von Tullberg ausdrücklich erwünschte Status bedenklich, als Kevin Dabo für den Außenseiter vor dem Halbzeitpfiff die Latte traf. Ansonsten blieb die Defensive weitgehend standhaft; Innenverteidiger Marco Rente, erstmals nach wochenlanger verletzungsbedingter Pause wieder dabei, feierte eine geglückte Rückkehr.

Am kommenden Sonntag startet die Rückrunde

Gibt es beim 22-Jährigen keinen Rückfall, scheint er sein Startelfmandat für das nächste Spiel gegen Rot-Weiss Essen sicher zu haben. Da, am kommenden Sonntag, wird der BVB II die Rückrunde einläuten – und außerdem weiter an der weihnachtlichen Versöhnungstour arbeiten. U23-Manager Ingo Preuß hatte sich vor dem 4:0 gegen Bergisch Gladbach sieben Punkte aus den verbleibenden drei Partien gewünscht, um die bislang „verkorkste“ Saison etwas aufzuhübschen. Die Erfüllung dessen ist jetzt weiterhin möglich — und die Mannschaft freilich gewillt, schnellstmöglich aus dem grauen Mittelfeld der Tabelle zu verschwinden.

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Das Aufeinandertreffen mit Aufstiegskandidat RWE, so prophezeite Boyamba, werde deshalb „ein heißer Tanz“. Und Tullberg gab am Ende seiner kompakten Ausführungen zu Protokoll: „Wir freuen uns darauf.“

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