Brünninghausen an der Supermarktkasse, der Mannschaftsarzt des FC Bayern beim VfL Kemminghausen und ein falsches Ergebnis beim Spiel des TuS Hannibal bei fussball.de. Unser Spieltagskommentar.

Dortmund

, 05.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Manchmal ist es so einfach, ein Wimpernschlag, eine richtige oder falsche Entscheidung, vom Schiedsrichter oder vom Fußballer, der über Wohl und Wehe entscheidet. Fragt mal nach in Brünninghausen, wo sie nach diesem Wochenende mit der eigenen Chancenverwertung hadern. Wie in der Supermarkt-Schlange standen Robin Gallus, Florian Gondrum und Arif Et beim Erndtebrücker Keeper an, um ihm den Ball an die Füße zu schießen, statt ins Tor. Am Ende lachten die Gäste, trafen zum Ausgleich und schossen Brünninghausen damit auf einen Oberliga-Abstiegsplatz.

Die Leichtigkeit des ASC

Wie es läuft, wenn man gar keine Sorgen mehr hat, war an diesem Sonntag bei Herne gegen Aplerbeck zu sehen: Der ASC hätte in Herne auch gut und gerne drei oder vier zu null gewinnen können, vergab nach der 1:0-Führung durch Philipp Rosenkranz eine ganze Reihe bester Konterchancen. Am Ende gewann Aplerbeck trotzdem - weil das Team die nötige Leichtigkeit hat, die Brünninghausen im Abstiegskampf nachvollziehbarerweise abgeht.

Jetzt lesen

Eine Liga drunter hat der Kirchhörder SC wohl die letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Westfalenliga vergeben. Bis zur 89. Minute sah es nach einem Big-Point im Abstiegskampf im Derby bei Westfalia Wickede aus - und dann kam Wickedes Ismail Icen und knippste das schwache Kirchhörder Licht am Tabellenende mit dem Ausgleich aus.

Und weil gleichzeitig sowohl Lennestadt (3:2 in Hordel), Horst-Emscher (2:0 in Neheim) als auch der BSV El-Moudni (drei Treffer beim 4:2 von Schüren gegen den FC Iserlohn) ihre Spiele gewannen, war es das nach menschlichem Ermessen für den KSC. Sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz sind bei noch neun zu vergebenen Punkten zwar theoretisch noch einzuholen. Das ist allerdings so wahrscheinlich wie die Einführung einer nachvollziehbaren Handspiel-Regelung in der Bundesliga...

Ersoys Auferstehung

Apropos Handspiel: Der SV Brackel war einer der wenigen Fußball-Klubs an diesem Wochenende, der sich darüber freute, dass ein Handspiel NICHT gepfiffen wurde. Denn der Ball prallte in der 90. Minute von der Hand eines Wiescherhöfers zu Val-Leander Wettklo, der die Kugel zum umjubelten Siegtreffer über die Linie drückte.

Umjubelt war auch die Rückkehr von Ahmed Ersoy zum VfL Kemminghausen. Der hatte sich vor ziemlich genau einem Monat drei Rippen gebrochen und einen Lungenflügel verletzt - an diesem Sonntag stand er nach einer Müller-Wohlfahrt-Heilung wieder auf dem Platz und erzielte sogar zwei Tore. Doch weil sein Team nicht das des FC Bayern ist, hieß es am Ende: Nur 2:2-Unentschieden und weiterhin Abstiegskampf. Immerhin: Mit Ahmed Ersoy steigen die Chancen des VfL auf den Klassenerhalt in etwa auf das Niveau des VfB Stuttgart in der Bundesliga. Heißt: Es ist noch alles drin.

Hannibal verliert nur 1:6, nicht 0:7

Das gilt auch weiterhin für den TuS Bövinghausen in der Bezirksliga. Drei Spiele muss das Team von Sven Thormann noch gewinnen, am Sonntag klappte das mit einem nicht gerade nervenschonenden Kraftakt gegen den BV Brambauer (3:2) während Verfolger Nordkirchen den TuS Hannibal mit 6:1 abfertigte - und nicht mit 7:0. Beim Übertragen in die am Sonntag schwer zu erreichende Plattform fussball.de gab es nach dem Spiel einen Fehler, der aus dem 6:1 ein 7:0 machte. Wer weiß, wofür das Tor am Ende der Saison gut ist.

Lesen Sie jetzt