FV Scharnhorst gibt sich mit dem Erreichen der Endrunde nicht zufrieden

DORTMUND Die Vereins-Chronik des FV Scharnhorst ist um ein Ausrufezeichen reicher: Zum ersten Mal erreichte der A-Ligist die Endrunde der Hallen-Stadtmeisterschaft. Überraschend? Naja, vielleicht – eine Sensation ist das aber beileibe nicht.

von Von Daniel Maiß

, 05.01.2009, 16:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trainer in Scharnhorst: Adam Woitynek

Trainer in Scharnhorst: Adam Woitynek

Dabei hatte sich Spielertrainer Woitynek im Turnierverlauf bisher mit genau dem zurück gehalten, was er eigentlich am besten kann: Tore schießen. Satte 28 Mal ließ es der ehemalige Bundesliga-Profi in der Saison im gegnerischen Kasten bisher klingeln, in der Halle stach er eher als Vorbereiter hervor. Der Coach betont: „Wir haben immer als Team gesiegt.“ Klar, so Woitynek, nach dem Endrunden-Einzug wurde gefeiert: „Was wir bisher schon erreicht haben, ist bombig.“ Nun warten in Wellinghofen starke Gegner. Dorstfeld marschierte locker durch die Zwischenrunde, fuhr in vier Spielen vier Siege ein. Hörde tat sich schwerer, überzeugte aber mit einem kompakten Kollektiv. Woitynek hat Respekt vor den Gegnern, sagt aber auch: „Alle drei spielen auf ähnlichem Niveau, da ist alles machbar, die Tagesform wird entscheiden.“

Eine spezielle Trainingseinheit steht beim FV nicht an, bis Freitag legen die Scharnhorster die Beine hoch, ruhen sich für die kommenden Aufgaben aus. „Wir hatten überlegt, am Dienstag in die Halle zu gehen. Dann haben aber viele Spieler abgesagt.“ Einen klaren Turnierfavoriten sieht der Coach übrigens nicht. „Ich habe die anderen Mannschaften aber auch gar nicht gesehen. Eving gehört mit Sicherheit zum engeren Kreis dazu. Aber auch die haben sich schwer getan, auch die sind zu knacken.“

Natürlich liegt das Hauptaugenmerk beim FV weiter auf dem Liga-Betrieb. Der ruht noch ein wenig, bisher liegen die Scharnhorster aber voll im Soll. Nach 17 Partien stehen 15 Siege und nur zwei Remis zu Buche. Verloren wurde noch nicht, die Mission Kreisliga-Meisterschaft läuft auf Hochtouren. „Wir haben uns ein kleines Polster geschaffen, wollen jetzt das Selbstvertrauen, das wir in der Halle getankt haben, mit aufs Feld nehmen. Es kommt darauf an, wie wir aus den Startlöchern kommen.“ Den zweiten Tag der Endrunde erleben, das ist Woityneks Hallen-Traum. Dafür müsste in der Gruppe der zweite Platz her. So wie sich der FV bisher präsentierte, ist das machbar, ein weiteres Ausrufezeichen in der Vereins-Chronik also möglich. „Wir müssen ja nur einmal gewinnen“, bringt es Woitynek auf den Punkt.

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