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„Game of Thrones“ macht Kemminghausen Hoffnung und der ASC sollte einen Golden Globe erhalten

rnSpieltagskommentar

In der Serienwelt endete eine epische Saga und auch im Dortmunder Amateurfußball geht die Saison langsam zuende. Für drei Dortmunder Teams geht es in der Abstiegsschlacht noch ums Überleben.

Dortmund

, 19.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Am Sonntag endete eine der größten Serien aller Zeiten und nein, es ist nicht die des ASC 09 Dortmund gemeint, der nach neun Siegen in Serie tatsächlich mal wieder zwei Punkte liegen ließ. Doch die Endzeitstimmung, die sich bei den Fans von „Game of Thrones“ in der Nacht zu Montag breitmachen wird, ist vergleichbar mit der in der Kabine des ASC nach dem 0:0 in Paderborn. Denn weil parallel der TuS Haltern mit 1:0 gegen Ahlen gewann, ist der Aufstiegszug abgefahren.

Mehrere Golden Globes wert

Aber - und das ist der große Unterschied zu den Schreibern der US-amerikanischen Gigantenserie - beim ASC werden sie für diese Saison viel Anerkennung bekommen. Während sich Daniel Weiss und David Beninoff im Internet viel Hohn und Spott für ihre Umsetzung der letzten Thrones-Staffel anhören müssen, werden sich Samir Habibovic (Sportlicher Leiter) und Michael Linke (Vorsitzender) auf die Schulter klopfen lassen können. Was sie mit ihren Mitteln in der Oberliga seit Jahren schaffen, wäre in der Serienwelt mehrere Golden Globes wert.

Welchen Preis sie sich in dieser Saison in Brünninghausen abholen dürfen, steht dagegen noch nicht fest. Gut möglich, dass es der Fail des Jahres wird, wenn der FCB am letzten Spieltag tatsächlich noch unter den Abstiegsstrich fällt. Doch vorher steht die epische Schlacht in Holzwickede an - und da sollten sich die Brünninghauser cleverer anstellen, als die Game-of-Thrones-Strategen in der gegen die Weißen Wanderer.

Wer tot ist, kann nicht sterben

Apropos untot: Seit zwei Saisons geistert der Kirchhörder SC am unteren Ende der Westfalenliga-Tabelle rum. Im Winter 2017 war er schonmal weg, nahm sich dann aber ein Beispiel an Jon Snow und hielt wiederbelebt die Klasse. Im Winter 2018 versuchte der KSC dann allerdings das Unmögliche einfach nochmal. Doch der Spruch „Wer tot ist, kann nicht sterben“ trifft in diesem Jahr nicht auf Kirchhörde zu. Der KSC ist nach dem 1:6 gegen Finnentrop endgültig weg vom Fenster.

Bis in die letzte Folge gerettet hat sich dagegen der BSV Schüren. Nach dem 1:1 gegen Meister Meinerzhagen kommt es nun zum großen Finale in King’s Lennestadt. Das Problem: Durch den Sieg von Horst-Emscher reicht nicht mal ein Dreier im Sauerland für den sicheren Klassenerhalt. Durchaus möglich, dass es im Falle eines Erfolgs etwas gibt, wonach die Game of Thrones-Fans lechzen: Eine Verlängerung der Staffel. In der Abstiegsrelegation gegen den Drittletzten der Westfalenliga 1.

Chancen wie in der Langen Nacht

Der VfL Kemminghausen würde diese Abstiegsrelegation mit Kusshand nehmen, doch in der Landesliga gibt es keine. Das bedeutet: Am letzten Spieltag beim noch nicht als Aufsteiger feststehenden Tabellenführer in Obersprockhövel muss ein Sieg her, während gleichzeitig Viktoria Resse gegen den SuS Kaiserau nicht gewinnen darf. Die Chancen, dass der VfL noch drin bleibt, sind nun allerdings so klein wie die der Menschen in der Langen Nacht gegen den Nachtkönig und seine Armee. Aber (SPOILER) die haben ja tatsächlich auch überlebt.

Das gilt auch für den TuS Bövinghausen in der Schlacht um den Bezirksliga-Aufstieg. Ein Spiel steht noch auf dem Plan, in Scharnhorst muss der TuS gewinnen, für die Alemannia geht es im Abstiegskampf allerdings auch noch um alles. Läuft alles normal, steigt Bövinghausen auf und bekommt Thorsten Legat als neuen Trainer. Aber was ist schon normal an so einem letzten Spieltag.

Besser als die Serie

Jedenfalls wissen wir am kommenden Sonntag dann endlich, wie das „Game of Thrones“ der Dortmunder Amateurfußballer ausgegangen ist. Hoffen wir, dass das Ende besser wird, als die letzte Staffel der Serie.

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