Gebauer im Interview: "Immer noch nervös"

33. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Viel erfolgreicher kann man nicht sein. Tim Gebauer nahm an sechs Stadtmeisterschaften teil und gewann gleich vier davon – die letzte vor einem Jahr. Im Gespräch mit Alexander Nähle und Enrico Niemeyer spricht der 32-jährige Mittelfeldspieler über die Erfolge seines Klubs Mengede 08/20 und die Chancen während der aktuellen Auflage des Budenzaubers.

DORTMUND

, 04.01.2017, 14:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
Die besten Bilder des zweiten Vorrunden-Tages in der Halle Nette.

Die besten Bilder des zweiten Vorrunden-Tages in der Halle Nette.

Welcher der vier Titel ist Ihnen denn ganz besonders wichtig?

Schön waren alle. Vor einem Jahr aber war es etwas ganz Besonderes. Ich war nach einer langen Pause, weil ich für auswärtige Vereine spielte, endlich wieder dabei. Das Erlebnis in der Körnig-Halle war noch beeindruckender als zuvor schon in der Halle Wellinghofen. Und wir hatten nach dem personellen Umbruch auch überrascht.

Heißt das, Mengede könnte auch in diesem Jahr überraschen?

Ja, fünf, sechs gute Leute haben wir wieder. Aber mit der Leistung aus der Vorrunde kommen wir nicht weit, das sage ich auch. Wir müssen uns in der Halle Nord steigern.

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Aber Sie sind mit den Mengedern im Norden schon die Favoriten ...

Von der Papierform her ja. Aber ich sehe auch die von einem guten Anhang unterstützten Kemminghauser, den Westfalenligisten SV Brackel 06 und auch Bezirksligist Viktoria Kirchderne hat es gut gemacht. Wir können uns vielleicht steigern, weil unser Neuzugang Kerem Kalan dazustößt und uns verstärkt.

Sie selbst spielen eine zentrale Rolle, selbst wenn Sie nicht als größter Techniker gelten. Was macht einen Hallenspieler aus?

Ich denke, dass ich offensiv und defensiv meine Stärken habe. Ich weiß, wie ich mich auf dem engen Raum bestmöglich zu bewegen habe. Und eine gewisse Technik bringe ich ja schon mit. Zudem weiß ich in der Halle, wo das Tor steht.

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Hat sich der Hallenfußball in den Jahren denn verändert?

Er ist zumindest deutlich taktischer geworden. Die Teams kassieren nicht mehr so einfach Gegentore wie es früher der Fall war. Aber viel hat sich nicht getan. Ich fände die Futsal-Regel, dass Torhüter den Ball nur drei Sekunden halten dürfen, als Ergänzung beispielsweise ganz schön.

 

Mengede 08/20 zählt zu den Vereinen, die sich besonders für den Hallenfußball begeistern. Spüren Sie das persönlich?

Ich fand es in Nette schon wieder klasse, die vielen rot-gelben Schals der eigenen Anhänger zu sehen. Ich denke, dass trotz unserer schwierigen Situation im Freien eine positive Stimmung in und um den Verein herum herrscht. In die Halle kommen auch viele, die draußen nicht mehr zusehen. Ich wünsche unseren Leuten, dass sie die Endrunde erleben dürfen. Wir haben eine Halle, in der wir trainieren können, das nehmen wir ernst. Nicht nur das Vorbereitungsturnier in Waltrop ist sehr wichtig für uns.

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Hat Ihnen der Dortmunder Hallenfußball während ihrer auswärtigen Zeit gefehlt?

Auf jeden Fall! Wenn man vier Mal gewonnen hat, ist das Turnier für einen persönlich schon etwas besonderes. Ich war aber als Zuschauer da und habe viele Bekannte getroffen. Aber auf dem Feld zu stehen, hat mir schon gefehlt.

 

Erleben wir Ihren Trainer Thomas Gerner wieder in dem schmucken grünen Anzug, den er während der Party nach dem Titelgewinn 2016 trug?

Thomas ist schon ein verrückter Typ. Die Wette hatte er verloren. Ich weiß nicht, ob er sich für dieses Jahr etwas einfallen lässt. Aber wir haben natürlich die Oberligisten, die Favoriten sind. Daher bleibt ihm das vielleicht erspart.

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Wie geht es mit Mengede weiter?

Das weiß ich nicht. Aber ich wollte den Verein eigentlich in meinem Alter nicht mehr wechseln. Aber es gibt ja bald Gespräche. Schon vor einem Jahr wussten wir, dass die Zukunft nicht einfach wird. Deswegen möchte ich jetzt erstmal die Stadtmeisterschaft genießen. Ich bin immer noch nervös, wie ich es als junger Spieler war. Das meine ich positiv. Ich freue mich sehr.

Wie war es vergangenes Jahr, den Titel von Dr. Reinhard Rauball persönlich zu erhalten?

Wenn der Ligapräsident und der des BVB persönlich gratuliert, tut das natürlich besonders gut. Das war für mich sehr beeindruckend und zeigt, welchen Stellenwert die Stadtmeisterschaft genießt. Ich will unbedingt in der diesjährigen Endrunde dabei sein.

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Mit insgesamt sechs Titeln ist Christian Karstedt Rekordhalter. Holen Sie ihn noch ein?

(lacht) Ja, das ist schon so ein kleines Ziel. Aber momentan ist das wenig realistisch. Aber meinen Kumpel Dominik Behrend würde ich mit seinen fünf Titeln schon gerne noch einholen.

 

Nun dürfen in diesem Jahr erstmals neben den Schwertern auch die Lüner Klubs mitspielen. Wie sehen Sie das?

Naja, zum einen nimmt das dem Turnier den Charme, weil es eher zur Kreismeisterschaft wird. Aber ich kann die Lüner voll und ganz verstehen, dass sie mitmachen wollen, wenn auch die Schwerter dabei sind. Und die Qualität ist auch höher, der Lüner SV ist für mich ein Titelkandidat.

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