Giants-Trainer Bartos Labus: "Das sind gute Jungs"

American Football

Am Sonntag ist Super Bowl - die Carolina Panthers gegen die Denver Broncos. Die Begeisterung für American Football ist - besonders an diesem Tag - eine weltweite, über 900 Millionen Zuschauer sehen sich das Spiel an. Auch bei den heimischen Footballern, den Dortmund Giants, ist der Boom zu bemerken. Was allerdings nicht nur mit dem Super Bowl zu tun hat.

DORTMUND

, 06.02.2016, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den USA beenden sie am Sonntag die Saison, in Deutschland haben die Giants gerade mit der Vorbereitung auf die nächste Spielzeit begonnen. Die Dortmunder starten Ende April in die nächste Oberligasaison, durchaus mit Chancen, sich in die vordersten Tabellenregionen zu spielen. Sagen zumindest einige, die das jetzt schon wissen wollen. Giants-Headcoach Bartos Labus gehört nicht dazu. „Ach ja, Favorit sind wir zu Saisonbeginn ja irgendwie jedes Mal“, relativiert er, „aber für eine Prognose ist es jetzt noch viel zu früh.“

Statt darüber zu spekulieren, was sein könnte, freut sich Labus lieber über das, was er jetzt hat – ein neues Trainingsgelände im Hoeschpark. Offiziell eingeweiht wird es zwar erst noch, genutzt aber schon seit Ende 2015. „Das sind ideale Voraussetzungen für uns“, freut sich der Trainer, „dadurch haben wir eine wesentlich bessere Vorbereitung. Schon allein, weil wir auf dem Kunstrasen nun das ganze Jahr über spielen können.“

Gestiegene Popularität

Ob es am neuen Spiel- und Trainingsort liegt, an der guten Jugendarbeit (die U19 wurde in der vergangenen Saison deutscher Vizemeister) oder an der gestiegenen Popularität des Football – über zu wenig Zulauf können sich die Giants derzeit nicht beklagen.

Die Footballer sind beim Megaevent natürlich live am Bildschirm dabei: Am Sonntag steigt wieder die Super Bowl-Party der Dortmund Giants, sie findet in der Schauburg an der Brückstraße statt. Beginn der Veranstaltung ist 21.30 Uhr (das Spiel beginnt in der Nacht von Sonntag auf Montag um 0.30 Uhr deutscher Zeit), der Eintritt kostet fünf Euro.

 

Bei der ersten Trainingseinheit fanden sich 80 Spieler ein, mittlerweile sind es durchschnittlich 60. Darunter nicht nur die ehemaligen U19-Akteure, sondern auch externe Neuzugänge: „Einige sind wieder zu uns zurückgekehrt, einige sind von anderen Vereinen gekommen“, beschreibt Labus, „da sind viele gute Jungs dabei.“

Die Übertragungen der NFL-Spiele im Fernsehen hat ebenfalls geholfen, den American Football hierzulande noch ein bisschen bekannter zu machen. „Das merkt man schon“, sagt Labus. Für die Art und Weise, wie der Sport präsentiert wird, hat der Giants-Coach viele lobende Worte übrig. „Für den deutschen Markt ist das perfekt“, sagt er über die Übertragungen von SAT 1 und ProSiebenMaxx, die seit Saisonbeginn der NFL laufen „es wird viel erklärt, Experten geben ihre Einschätzungen ab, das ist ideal gelöst.“

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