Gohmann-Interview: „Dortmund kann fünf neue Hallen gut gebrauchen“

DORTMUND Die Möglichkeit der Ausdehnung des Zeitrahmens bei der Sporthallennutzung durch die offenen Ganztagsschulen treibt vielen Sportfunktionären die Sorgenfalten auf die Stirn.

von Von Harald Gehring

, 30.01.2009, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit Hallen-Problemen hat Dieter Gohmann, Handball-Kreisvorsitzender, zu kämpfen.

Mit Hallen-Problemen hat Dieter Gohmann, Handball-Kreisvorsitzender, zu kämpfen.

Das sind zurzeit das Goethe-Gymnasium und das Gymnasium an der Schweizer Allee. Dort nutzt der Vereinssport die Hallen ab 18 Uhr. Das ist aber nicht neu, das ist schon seit längerer Zeit so und damit Bestandteil unserer Planungen.

Jetzt nicht, aber sollten andere Schulen dem Beispiel folgen und etwa flächendeckend nachziehen, wäre das für den Vereinssport katastrophal.

In der Regel werden die Sport- und Turnhallen ab 16 Uhr intensiv genutzt. Zumeist starten Kinder und Jugendliche mit dem Trainingsbetrieb.

Das ist unterschiedlich. Bundesligisten dürfen bis 22.30 trainieren. Für alle anderen ist um 22 Uhr Trainingsschluss.

Zunächst ‘mal müssten die dann fehlenden zwei Stunden ersatzlos gestrichen werden. Außerdem wird die Belastung gerade für die Jüngeren einfach zu groß, je später das Training beginnt. Das halten am Ende nur die am Hochleistungssport orientierten Jugendlichen aus. Aber das kann nicht Sinn der Sache sein. Zudem fehlen die zwei Stunden dann den leistungsorientierten Erwachsenen.

Wir müssen miteinander sprechen, und zwar auf breiter Ebene. Denn zum neuen Schuljahr im Sommer könnten die veränderten Hallennutzungszeiten greifen.

Patentrezepte gibt es nicht. Aber es muss Gespräche mit den Schulen geben, ob es möglich ist, den Sportunterricht wirklich bis 18 Uhr auszudehnen. Dann muss geklärt werden, ob es Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schulen und Vereinen geben könnte. Beide Parteien müssen aufeinander zugehen.

Man muss auch einmal die Frage nach neuen Sporthallen stellen dürfen. Das ist eine legitime Forderung des Sports, der schließlich sozialpolitische Aufgaben wahrnimmt. Dortmund könnte fünf neue Hallen gebrauchen. Das wäre optimal.

Die Sport- und Freizeitbetriebe wollen möglichst früh zu einer Gesprächsrunde einladen. Wenn alles klappt, schon in der kommenden Woche. 

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