Gürgen: "Ich schätze meine Freunde im Verein"

Serie "Heimatgefühle"

Dortmunds Vereine leben seit jeher Integration. Aktive und Trainer aus aller Herren Länder bereichern unsere Sportlandschaft. Wir stellen künftig die immer gleichen Fragen rund um das Thema Heimat an Sportler, die nicht in Dortmund geboren sind. Diesmal mit Hasan Gürgen.

DORTMUND

24.12.2015, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gürgen: "Ich schätze meine Freunde im Verein"

Hasan Gürgen kam 2006 zum TSC Eintracht und ist heute als Karatetrainer im Verein aktiv.

Was ist für Sie Heimat?

Heimat ist für mich dort, wo ich lebe, wo ich meinen Lebensunterhalt bestreite und wo meine Familie ist.

 

Was ist für Sie typisch deutsch?

Die Ordnung, auf die in Deutschland Wert gelegt wird und die Regeln, mit denen die Deutschen gelernt haben zu leben. 

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Was ist inzwischen an Ihnen typisch deutsch?

Ich halte mich auch an diese Regeln. Für mich ist zum Beispiel wichtig, pünktlich bei der Arbeit zu sein. Das ist eine Eigenschaft, die einigen meiner Landsleute in meinem Geburtsland eher nicht nachgesagt wird. 

 

Gibt es etwas aus Ihrem Geburtsland, das sie in Deutschland vermissen?

Ich vermisse Verwandte und Freunde, aber auch die Natur. Im Ruhrgebiet sind die Städte stark zusammengewachsen und es existieren weniger freie Flächen, als zum Beispiel in der Umgebung meiner Heimatstadt. 

 

Was schätzen Sie an Ihrer zweiten Heimat?

Die Sicherheit durch Krankenversicherungen ist in Deutschland einzigartig. Ich schätze hier in Deutschland aber auch meine Freunde, auch die im TSC.

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Was können die Deutschen von Ihrer Nationalität/aus Ihrer Heimat lernen?

Manchmal könnten sich Deutsche mehr die Ruhe antun. Das ist eine Eigenschaft, die in der Türkei schon häufiger gelebt wird.

 

Gibt es ein Sprichwort oder ein Leitmotto, das Ihr Leben begleitet?

Kann ich nicht, gibt es nicht.

 

Kurzporträt: Hasan Gürgen (46) wurde am 22. August 1969 in Derinkuyu in der Türkei geboren. Nach einem vorherigen Kurzaufenthalt kam er 1974 endgültig nach Deutschland. Dort verschlug es ihn zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern direkt nach Dortmund. Im Jahr 2006 meldete er seine Tochter zum Judo- und Karate-Training beim TSC Eintracht Dortmund an und kam so selber zum Verein. Heute ist Gürgen als Trainer in der Karateabteilung des TSC Eintracht aktiv, nimmt aber auch selber an Wettkämpfen teil. 

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