Hannes Wolf holt sich die Torjägerkanone – Andreas Braun ist bester Keeper

DORTMUND Andreas Braun und Hannes Wolf pflegen ein freundschaftliches Verhältnis. Und so gönnte jeder dem anderen seine Auszeichnung.

von Von Jan Büsse und Alex Nähle

, 11.01.2009, 19:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Sieger in der Halle Wellinghofen: Der Hombrucher Andreas Braun wurde als bester Torhüter des Turniers geehrt, der ASC-Spielertrainer Hannes Wolf erhielt die Auszeichnung »Erfolgreichster Torjäger«.

Die Sieger in der Halle Wellinghofen: Der Hombrucher Andreas Braun wurde als bester Torhüter des Turniers geehrt, der ASC-Spielertrainer Hannes Wolf erhielt die Auszeichnung »Erfolgreichster Torjäger«.

Wenn Andreas Braun von hinten Anweisungen gibt, hören seine Mitspieler. Und dann kommt die dritte Facette des Diplom-Sportwissenschaftlers hinzu, Braun denkt nicht nur, er spielt auch mit. „Für einen Torwart ist es ein Vorteil, Fußball spielen zu können.“ Der Torwart wirkt dabei immer ruhig, obwohl der 30-Jährige einräumt, vor der Stadtmeisterschaft eine gewisse Nervosität verspürt zu haben. Bei aller Freude über die Auszeichnung ärgerte sich Braun über das Halbfinal-Aus. „Ich hätte gerne das Finale erlebt.“ Das hatte ihm Hannes Wolf voraus: Der ASC holte sich zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Titel. Und das auch wegen der Tore von Hannes Wolf.

Der traf 16 Mal und besonders dann, wenn es wichtig war. So geschehen im Viertelfinale gegen den Hörder SC, als er sein Team mit dem Treffer zum 5:4 zurück auf die Siegerstraße schoss. „Ich bin überragend angespielt worden. Bei den meisten Toren musste ich gar nicht viel machen“, sagte er. Den Zuschauern in der Halle drängte sich ein anderer Eindruck auf. Robust im offensiven Zweikampf und gedankenschnell verwertete Wolf auch Zuspiele, die nicht die allererste Güteklasse erfüllten. „Wenn es eng wird, muss sich einer halt einfach den Ball nehmen und vorangehen“, so Wolf. Zudem glänzte der Offensivspieler mit feinen Anspielen. Zwar stellt der Vorzeigeathlet gerne die Mannschaft in den Vordergrund, aber das Lächeln galt auch dem Titel des Toptorschützen. „Wir haben die Favoritenrolle angenommen und ausgefüllt. Das ist das, was mich stolz macht.“

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