Hartmann knackt im ersten Saisonrennen die Hallen-EM-Norm

Leichtathletik

Das war ein Einstand ganz nach ihrem Geschmack: Gleich in ihrem ersten 800-Meter-Lauf der Saison knackte Jana Hartmann (LG Olympia) die Norm für die Hallen-Europameisterschaften in Paris.

DORTMUND

von Von Alexandra Neuhaus und

, 30.01.2011, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jana Hartmann startete in Moskau.

Jana Hartmann startete in Moskau.

„Ich wusste, sie hat das drauf“, sagt ihr Trainer Pierre Ayadi. Ihre Trainingswerte, ihr schneller Test-Wettkampf über 400 Meter (55,42 Sekunden) und starke internationale Konkurrenz – die Vorzeichen auf ein schnelles Rennen standen gut. Das Rennen war hitzig, eng und vor allem schnell. 59,30 Minuten wurden für die als Frontläuferin bekannte Britin, Jenny Meadows, über 400 Meter gestoppt. Jana Hartmann klebte an ihren Fersen. „Auf das schnelle Tempo waren wir vorbereitet“, sagt Pierre Ayadi. Hinter Meadows, der WM-Dritten von Berlin, erkämpfte sich die Dortmunderin in persönlicher Hallenbestzeit den zweiten Platz und verhalf damit der deutschen Mannschaft zum Team-Sieg.

Seit 2005 ist keine deutsche Mittelstrecklerin unter dem Hallendach schneller gewesen. Ein Grund für ihren bislang schnellsten Saisoneinstieg? „Das gemeinsame Training mit Monika Merl wirkt sich positiv aus“, sagt Trainer Ayadi. Und schnell soll es weiter gehen. Am kommenden Sonntag trifft die Mittelstrecklerin über 600 Meter beim IAAF-Hallenmeeting in Moskau auf die Weltelite. Am darauf folgenden Freitag (11. Februar) soll die 800-Meter-Bestzeit weiter gedrückt werden. „Die Geschwindigkeit steht im Fokus“, sagt Pierre Ayadi, für den die Qualifikation für die Hallen-EM nur eine positive Randerscheinung ist.

Der Grund: „Im Sommer muss Jana unter 2 Minuten laufen, wenn sie bei der Weltmeisterschaft dabei sein will.“ Schnelle Zeiten unterm Hallendach können dem Kopf im Vorfeld zusätzliches Selbstvertrauen geben.

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