Heimischen Klubs starten schwach ins Frühjahr

Fußball: Bezirksliga

Es läuft nicht rund für die heimischen Klubs in der Fußball-Bezirksliga 8 und 9. Bis auf den TuS Hannibal, der zumindest seine beiden ersten Partien gewann, sind die Dortmunder Vereine der Bezirksliga 8 eher schwach in die Frühjahrsrunde gestartet. Allen fünf Vereinen droht der Abstiegskampf. In der Bezirksliga 9 sieht es ähnlich aus.

DORTMUND

, 22.03.2017, 06:27 Uhr / Lesedauer: 3 min
Heimischen Klubs starten schwach ins Frühjahr

Verspielte am Wochenende sogar einen 7:2-Vorsprung. Der FC Roy (hier in der Partie gegen den TSC Eintracht) holte nach der Winterpause nur einen Zähler, musste aber bereits 19 Gegentore schlucken.

Bezirksliga 8

TuS Hannibal (Platz 8, 30 Punkte, holte sieben Zähler nach der Winterpause): Mit zwei Siegen gegen den TSC Eintracht und gegen den TuS Ascheberg hatte Hannibal einen Auftakt nach Maß. Nach dem Remis beim VfL Kamen und der Niederlage gegen Spitzenreiter Brambauer beträgt der Vorsprung des TuS auf die Abstiegsplätze lediglich sechs Punkte. Prognose: Hannibal belegt zum Ende der Saison einen Platz im Mittelfeld. Falls es aber einige Ausfälle im dünn besetzten Kader von Trainer Hamsa Berro gibt, könnte es noch mal eng werden.

 

TSC Eintracht (Platz 9, 29 Punkte, holte lediglich einen Zähler in 2017): Die Mannschaft von Trainer Mark Elbracht rutschte nach der Winterpause von Platz vier auf Platz neun ab. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist auf fünf Punkte zusammengeschmolzen. Der TSC muss am Sonntag im Derby gegen Husen dringend einen Dreier holen. Prognose: Die Eintrachtler müssen zwingend zu ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit zurückfinden, sonst beginnt an der Flora das große Zittern um den Ligaerhalt.

FC Roj (Platz 11, 27 Punkte, holte ebenfalls nur einen Zähler nach der Winterpause): Trotz des Trainerwechsels (Sedat Sener für Yunus Kop) geht die rasante Talfahrt des Aufsteigers weiter. Der FC musste in den vier Spielen nach der Winterpause bereits 19 Gegentore schlucken. Negativer Höhepunkt war das 7:7 gegen den FC Overberge, als Roj einen zwischenzeitlichen 7:2-Vorsprung verspielte. Prognose: Wenn der FC Roj seine Probleme in der Defensive nicht in den Griff bekommt, droht am Ende der Saison der Abstieg. Hoffnung macht die starke Offensive, die bereits 42 Mal traf.

 

Viktoria Kirchderne (Platz 12., 26 Punkte, die Viktoria holte fünf Zähler in 2017): Die Viktoria tritt durch die beiden Unentschieden gegen den TSC Eintracht und den TuS Ascheberg im Abstiegskampf auf der Stelle und hat nur zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Trainer Volker Bolte sprach nach den beiden Remis von vier verschenkten Punkten. Beim 7:1-Erfolg über den HSC II überzeugte der Aufsteiger, gegen Westfalia Wethmar gab es ein deutliches 1:4. Prognose: Auch wenn es bis zum Ende der Saison eng bleibt, schafft der Aufsteiger Dank seines ausgeglichenen Kaders den Klassenerhalt.

 

SC Husen-Kurl (Platz 16., 7 Punkte, holte drei Zähler aus den letzten vier Spielen): Immerhin glückte den Husenern beim 2:1-Erfolg gegen Nordkirchen der erste Saisonsieg. Zuletzt gab es gegen Westfalia Wethmar (0:3) und den HSC II (0:6) zwei deutliche Niederlagen ohne einen eigenen Torerfolg. Trotz der hoffnungslosen Lage will sich der SCH mit Anstand aus der Liga verabschieden. Prognose: Der SC Husen-Kurl muss runter in die Kreisliga A.

Bezirksliga 9

TuS Eichlinghofen (Tabellenplatz 8, 26 Punkte, 30:31 Tore): Seit dem so knapp verpassten Aufstieg fand der TuS nicht mehr richtig in die Spur. Im Winter wurde bekannt, dass Trainer Reza Hassani im Sommer geht. Danach wollte das Team kein Spiel mehr verlieren. Drei Unentschieden und die typische Niederlage gegen Angstgegner FC Hillerheide stehen aber zu Buche. Hassani: „In meinem ersten Jahr in Eichlinghofen war ich Siebter, diesen Rang wollen wir auch in dieser Saison wieder erreichen.“

 

Westfalia Huckarde (Tabellenplatz 11., 20 Punkte, 37:39 Tore): Die Westfalia wollte eigentlich schnell in sichere Gefilde. Mit drei Unentschieden und einer Niederlage gelang das allerdings nicht richtig. Auch gegen Teams von unten gelang Huckarde nicht der Befreiungsschlag. Die Huckarder müssen aber auf der Hut sein, da der Vorletzte, die Spielvereinigung Herten, immer besser in Fahrt kommt. Noch sind es fünf Zähler Vorsprung. Dieser aber könnte schmilzen, sollte die Westfalia beim Tabellennachbarn Hillerheide erneut nicht gewinnen.

 

RW Barop (Tabellenplatz 15, 12 Punkte, 30:52 Tore): RW hat die Kurve nicht gekriegt und taumelt nach nur einem Jahr in der Bezirksliga in Richtung Kreisliga zurück. Es bewahrheitet sich jetzt, was Trainer Ingo Kleefeldt schon vor Monaten gesagt hatte: „Der Aufstieg kam ein Jahr zu früh.“ Zwar schlug sich das Team in diesem Jahr achtbar gegen Topteam Stuckenbusch (0:1),gegen Westfalia Huckarde (1:1) und bei Vestia Disteln (3:4). Das 0:2 beim Schlusslicht schmerzte.

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