Heimlicher Neuzugang: Anouk van de Wiel startet beim BVB durch

Handball: 2. Bundesliga

Wer bei Facebook nach Anouk van de Wiel sucht, bekommt gleich die volle Ladung Handball bei Borussia Dortmund präsentiert. Die Niederländerin des BVB posiert auf ihrem Profilbild mit ihren Mitspielerinnen Natasa Kocevska und Karina Schäfer. Auch auf dem Platz ist die Freude bei der 21-Jährigen nach schwierigen Monaten zurückgekehrt.

DORTMUND

von Von Florian Groeger

, 19.09.2013, 20:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Anouk van de Wiel (l.) erzielte in Nellingen zwölf Treffer.

Anouk van de Wiel (l.) erzielte in Nellingen zwölf Treffer.

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Handball-Frauen, 2. Bundesliga: BVB - Rödertal 34:23

Der Saisonstart ist gelungen: Zum Auftakt der Zweitliga-Saison feierten die Handballerinnen von Borussia Dortmund einen souveränen 34:23 (16:11)-Sieg gegen den HC Rödertal.
08.09.2013
/
Alzbeta Pollakova (M.).© Foto: Peter Ludewig
Trainerin Alice Vogler gibt Anweisungen.© Foto: Peter Ludewig
Andreas Heiermann (Abteilungsleiter, M.) und BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball (r.).© Foto: Peter Ludewig
Mandy Burrekers.© Foto: Peter Ludewig
Dagmara Kowalska.© Foto: Ludewig
Anouk Van de Wiel.© Foto: Peter Ludewig
Karina Schäfer (r.).© Foto: Peter Ludewig
Julia Wolf (l.).© Foto: Peter Ludewig
Jubel nach dem Abpfiff.© Foto: Peter Ludewig
Katharina Moll (hinten).© Foto: Peter Ludewig
Karina Schäfer (M.).© Foto: Peter Ludewig
Sally Potocki.© Foto: Ludewig

Dann folgte im Januar jedoch der nächste Rückschlag: Ein Band im Daumen ihrer Wurfhand riss. Operation. Wieder acht Wochen Pause. Als die Borussinnen im April und Mai um den Aufstieg in die 1. Bundesliga kämpften, konnte van de Wiel nur sporadisch helfen. „Zwei große Verletzungen hintereinander, das war nicht meine Saison“, sagt sie rückblickend.

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Mandy Burrekers.© Foto: Peter Ludewig
Dagmara Kowalska.© Foto: Ludewig
Anouk Van de Wiel.© Foto: Peter Ludewig
Karina Schäfer (r.).© Foto: Peter Ludewig
Julia Wolf (l.).© Foto: Peter Ludewig
Jubel nach dem Abpfiff.© Foto: Peter Ludewig
Katharina Moll (hinten).© Foto: Peter Ludewig
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Sally Potocki.© Foto: Ludewig

Mittlerweile ist das Geschichte. Und Anouk van de Wiel ist beim BVB eigentlich ein heimlicher Neuzugang. Einer, der direkt auf sich aufmerksam macht. In den bisherigen beiden Saisonspielen erzielte sie jeweils die meisten Tore – fünf gegen Rödertal, zwölf in Nellingen. Was in der Statistik gut aussieht, nimmt die 1,87 Meter große Rückraumspielerin locker: „Das ist mir egal. Wichtig ist die Mannschaft. Wenn ich helfen kann, dann helfe ich.“

Auch den gelungenen Start des Projekts Aufstieg in Liga 1 betrachtet van de Wiel zurückhaltend. „Es gibt noch einige Punkte, die wir verbessern können. Ziel muss sein, dass wir uns von Woche zu Woche steigern.“ Eine ambitionierte Zielsetzung, da die aktuelle Verletzungsproblematik nur wenige Wechsel in der Startaufstellung zulässt. „In Nellingen waren wir total überlegen, sind aber aufgrund unseres kleinen Kaders in den letzten Minuten konditionell eingebrochen“, sagte Trainerin Alice Vogler. Van de Wiel merkt an, dass das Team diese Problematik nicht komplett wegschieben könne, „aber wir bekommen es ganz gut hin. Und wenn in ein paar Wochen alle wieder fit sind, haben wir einen unglaublichen starken Kader.“

Ein ganz wichtiger Faktor ist dabei der „Typ Vogler“. „Alice ist unheimlich emotional. Sie bringt so viel Energie mit und versucht alles, aus uns rauszuholen“, lobt van de Wiel, die im kommenden Semester an der Universität Nijmegen ihren Bachelor in den Fächern Sport und Gesundheitsmanagement ablegt. Bis dahin soll auch das Thema Nationalmannschaft wieder ernst werden: „Ich habe viele Junioren-Länderspiele bestritten, nach meinen Verletzungen ist das A-Team aber aktuell kein Thema.“ Den nächsten kleinen Schritt dorthin will Anouk van de Wiel am Samstag (19 Uhr, Halle Wellinghofen) gegen den SV Union Halle-Neustadt machen.

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