Hinrunden-Fazit: TSC Eintracht ist das Spitzenteam

Fußball: Bezirksliga

Der TSC Eintracht spielt in der Fußball-Bezirksliga 8 bisher eine ganz starke Saison. Sorgenkind der fünf Dortmunder Teams ist der SC Husen-Kurl, der sich als Schlusslicht mächtig strecken muss, um die Klasse noch zu halten. Auch die Hinrunde der drei Dortmunder Vertreter in der Fußball-Bezirksliga 9 ist bisher eine Enttäuschung.

DORTMUND

, 03.12.2016, 12:26 Uhr / Lesedauer: 3 min
Hinrunden-Fazit: TSC Eintracht ist das Spitzenteam

TSC-Coach Mark Elbracht hat ein Topteam geformt.

Bezirksliga 8

Die junge Mannschaft des TSC überraschte die Experten und beendete die Hinrunde als bester Dortmunder Verein. Nach Platz elf im Vorjahr steigerte sich die Mannschaft von Mark Elbracht und belegt zurzeit Platz drei. Einziger negativer Ausreißer war die 0:4 Niederlage gegen den VfL Kamen. „Der Tabellenplatz ist eine schöne Momentaufnahme, wir wollen die guten Leistungen aus der Hinrunde auch in der Rückrunde bestätigen“, sagt Elbracht.

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Der TuS Hannibal wollte den fünften Platz aus der Vorsaison verbessern. Durch die 2:3-Niederlage in Nordkirchen rutschte der TuS auf Rang sechs ab, befindet sich aber in Reichweite zu Platz drei, der vom Lokalrivalen TSC Eintracht belegt wird. „Es war mehr möglich, wir hätten Dritter sein können, haben es aber gegen die vermeintlich schwächeren Gegner verbockt“, sagt Trainer Hamsa Berro nicht ganz zufrieden.  

Aufsteiger FC Roj befindet sich im gesicherten Mittelfeld. Das spielstarke Team profitiert vor allem von seiner Heimstärke. Auf dem Ascheplatz holte Roj 14 seiner 22 Punkte. Trainer Yunus Kop bezeichnet vor allem die schwache Chancenverwertung und die wackelige Innenverteidigung als größte Baustellen des FC. Trotz des negativen Torverhältnisses sollte Roj bei sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze keine Probleme bekommen.

  

Der zweite Aufsteiger hat sich durch drei Siege in Serie etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. „Unser Kinderriegel mit Soufyan Mohsen Beouyenzer (20, Anm. d. Red.), Benjamin Schulz (22) und Miguel Milde (23) hält hinten dicht“, sagt Trainer Volker Bolte. Auch Patrick Kramer spielte eine starke Hinrunde. „Wir sind flexibel und für den Gegner schwer auszurechnen. 20 Punkte in der Rückrunde sollten für den Klassenerhalt reichen“, ergänzt Bolte.  

Das Schlusslicht wartet noch auf den ersten Saisonsieg. Lediglich vier Remis‘ stehen auf der Habenseite. Husen hat die schwächste Abwehr der Liga und gemeinsam mit dem TuS Ascheberg den harmlosesten Angriff. Der Rückstand auf das rettenden Ufer beträgt schon 13 Punkte.  

 

Bezirksliga 9

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TuS Eichlinghofen (8. Platz, 19 Punkte, 20:24 Tore): „Enttäuschend und demotivierend!“ Deutlicher kann das Fazit eines Trainers kaum ausfallen. Das topbesetzte Eichlinghofer Team von Reza Hassani fand nie zu einer länger anhaltenden Konstanz. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Lichtblicke, aber es folgten umgehend Rückschläge. Nicht zu kaschieren war der Ausfall von Hyacinthe Botchack Wendji (Augenverletzung). 34 Tore erzielte er in der vergangenen Saison: „Jetzt ist Max Labudda, der zumeist noch von der Bank kam, mit fünf Toren unser bester Schütze. Das sagt doch schon einiges aus“, erklärt Hassani. Zudem hätten besonders auch die Führungsspieler enttäuscht.

 

Westfalia Huckarde (12. Platz, 14 Punkte, 24:32 Tore): Die Bilanz zweizuteilen, ist nach der viel zu langen Talfahrt kaum noch sinnvoll. Denn alles, was sich die Huckarder während der ersten Wochen aufbauten, warfen sie ab Anfang Oktober um. Nach der 0:1-Niederlage in Waltrop kamen sie überhaupt nicht mehr auf die Beine, holten nur noch einen Punkt. Sechs Niederlagen in Serie stehen jetzt zu Buche. „Jetzt kämpfen wir gegen den Abstieg. Wir hatten vor drei Jahren mal einen ähnlichen Negativlauf. Wir müssen jetzt dagegen ankämpfen“, sagt der ernüchterte Trainer Robert Podeschwa. In der Winterpause will er den Kader verstärken.

 

RW Barop (15. Platz, 7 Punkte, 20:40 Tore): Trainer Ingo Kleefeldt bleibt ebenfalls nur die Enttäuschung: Redete er sein Team anfangs stark („da waren die Ergebnisse noch knapp“), schlägt er jetzt eine andere Tonart an: „Ein Sieg, vier Unentschieden. Was soll ich da auch anderes sagen? Was wir zurzeit abliefern, ist allenfalls kreisliga-A-tauglich.“ Kleefeldt sieht das Problem in der Einstellung. Teile der Mannschaft müssten sich besser auf die Spiele vorbereiten. „Wer diesen Weg nicht mitgeht, ist in der Bezirksliga falsch.“ Während des Trainings sei alles okay, am Wochenende aber sehe das anders aus. Auch Kleefeldt ist auf der Suche nach externen Verstärkungen, damit das Team den Sechs-Punkte-Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen doch noch aufholt.  

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