Höchsten verkauft sich gut - OSC siegt souverän

Handball: Verbandsliga 2

Der Titelanwärter aus Siegen entpuppte sich in der Handball-Verbandsliga am Ende doch als eine Nummer zu groß für das Schlusslicht vom Höchsten. Dagegen fand der OSC nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Ferndorf umgehend wieder in die Erfolgsspur zurück.

DORTMUND

, 01.02.2015, 16:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Höchstens Dennis Brenscheidt (M.) zieht zum gegnerischen Tor.

Höchstens Dennis Brenscheidt (M.) zieht zum gegnerischen Tor.

TuS Borussia Höchsten - RSVE Siegen Handball 30:35 (15:20) - Auftritt und Leistung seiner Schützlinge stellten Borussen-Coach Tobias Genau durchaus zufrieden. Letztendlich musste er aber auch die Klasse des hochgehandelten Aufstiegskandidaten aus dem Siegerland am Samstag in Wellinghofen im ersten Heimspiel der Rückrunde anerkennen: „Das ist eine richtig gute Mannschaft mit vielen starken Individualisten, die einfach besser ist als wir. Da darf man sich auch nichts vormachen.“

Ausgeglichener Beginn

Vor diesem Hintergrund verkauften sich die Höchstener gegen den ambitionierten Tabellendritten allerdings sehr ordentlich. In der Startphase gestalteten die Hausherren die Partie offen. Erst nach einer Viertelstunde wusste sich Siegen erstmals deutlicher mit 12:8 abzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt war Höchstens Rückraumspieler Philipp Jörris bereits mit einem „Pferdekuss“ ausgeschieden.

Die beruhigende Siegener Pausenführung hatte im zweiten Abschnitt, der immerhin Remis ausging, Bestand. Ernsthaft in Gefahr brachten die Borussen, bei denen sich Tim Rademacher ein Sonderlob des Trainers einheimste, den Favoriten trotz aller Anstrengungen jedoch nicht.

Höchsten: Löffler (1.-30.), Theunissen, Pfennig (ab 31.); Drees (11/4), Grotemeyer, Brenscheidt (2), Leimbrink (6), Rademacher (6), Jörris (1), Panhorst, Fischer (2), Sürig (1), Strauß (1), Genau

 

PSV Recklinghausen - OSC Dortmund 20:36 (10:19) - Der schmerzlich Rückrundenstart mit dem Sturz von der Tabellenspitze hinterließ beim OSC keinerlei Spuren. Das mulmige Gefühl von Trainer Thorsten Stoschek vor dem Gastspiel am Samstag in Recklinghausen, wo sich sein Team in den letzten Jahren ohnehin nie mit Ruhm bekleckert hatte, verflüchtigte sich schnell.

"Ein Klassenunterschied"

Mit dem in der Höhe kaum für möglich gehaltenen Sieg bei den abstiegsgefährdeten Polizisten festigten die Dortmunder ihren zweiten Rang und leisteten dem Nachbarn vom Höchsten gleichzeitig die versprochene Schützenhilfe. „Dieses Maß an Souveränität habe ich nicht erwartet. Das war teilweise ein Klassenunterschied“, fand der Coach fast uneingeschränkt lobende Worte. Lediglich in den ersten Minuten hatte der OSC im Abwehrbereich mit kleineren Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen.

Nach einer Viertelstunde stand die Defensive mit einem guten Lukas Brüske im Tor. Und die Tormaschinerie lief langsam heiß. Schon vor der Pause zog der Favorit unaufhaltsam und uneinholbar davon, blieb nach der Pause unvermindert konsequent.

OSC: Brüske, Stumpf; Bonkowski (3), Lepine (6), Hoffmann, Schürmann (7/3), Bekston (4), Goracy (1), Polinski (5), Hümmecke (4), Merschmann, Lichte (1), Schmitz (5)

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