Hombruch-Keeper Hennig wird deutlich: „Mit so einer Leistung kommen wir nicht weit“

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Der Hombrucher SV hat am vergangenen Wochenende im letzten Testspiel der Vorbereitung eine indiskutable Leistung gezeigt. Im Interview erzählt HSV-Keeper Jan Hennig, woran es momentan hakt.

Dortmund

, 02.09.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Ende hieß es 0:5 - mit dieser krachenden Niederlage kehrte der Fußball-Landesligist Hombrucher SV am vergangenen Sonntag vom Testspiel beim Bezirksligisten RW Germania zurück. Trainer Alexander Enke schlug bereits Alarm, bezeichnete den Auftritt seiner Jungs, die generell eine von den Ergebnissen her bescheidene Vorbereitung spielten, als „lustlos“. Nun hat sich Keeper Jan Hennig im Interview geäußert.

Herr Hennig, hinter Ihnen und Ihrer Mannschaft liegt eine bescheidene Vorbereitung, in der Ihr Team lediglich zwei Mal gewinnen konnte. Woran hakt es momentan?

Objektiv betrachtet kann man sicherlich von einer bescheidenen Vorbereitung sprechen, allerdings konnte man in Spielen wie gegen Hohenlimburg und gegen den FC Iserlohn auch sehen, dass wir spielerisch gute Elemente auf den Platz gebracht haben. Wir haben aber auch gesehen, dass wir als Mannschaft im defensiven Bereich uns noch verbessern müssen.

Sie sprechen es an: Hombruch hat in der Vorbereitung eine Menge Gegentore kassiert, manchmal sehr eindeutig verloren. Wie sehr hat das Sie als Keeper genervt?

Als Torwart ist es immer frustrierend, wenn man Gegentore bekommt. Sicherlich war mit Gegentoren gegen solche Gegner aber zu rechnen.


Haben Sie denn auch Fehler in den Spielen gemacht?

Selbstverständlich. Ich denke, dass das aber auch normal ist. Dafür ist die Vorbereitung auch da, um zu schauen, wo noch Nachholbedarf ist, insbesondere nach einer so langen Corona-Pause. Das Ärgerliche dabei ist natürlich, wenn man als Torwart einen Fehler macht, dass das meistens ein Gegentor zur Folge hat.

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Die Krönung der mauen Vorbereitung mündete am Sonntag im Auswärtsspiel bei RW Germania. Was war da genau los?

Die erste Halbzeit gegen Germania sollte man losgelöst von den anderen Vorbereitungsspielen betrachten. Wir sind als Mannschaft gar nicht ins Spiel gekommen und haben uns durch eigene Fehler selbst bestraft. Die Mannschaftsleistung hat dort einfach nicht gestimmt. Uns ist aber durchaus klar, dass man mit so einer Leistung in der Liga nicht weit kommt. Ich denke aber, dass wir in der zweiten Halbzeit nochmal eine andere Leistung gezeigt haben, auf die man definitiv aufbauen kann.

Waren Sie denn erschrocken, dass ein Bezirksliga-Klub Sie so vorführen konnte?

Wie bereits angesprochen muss man sagen, dass unsere Leistung, die wir dort gezeigt haben, nicht die ist, die wir normalerweise abrufen können.

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Ihr Trainer Alexander Enke hat sehr deutliche Worte nach dem Spiel gewählt, sprach unter anderem von lustlosen Spielern. Hat er Recht?

Die Kritik des Trainers ist definitiv berechtigt, an dem Tag hat einfach wenig gestimmt.

Wie kann es denn sein, dass einige Spieler kurz vor dem Saisonstart scheinbar nicht mit vollem Herzen bei der Sache sind?

Vielleicht war das Spiel gegen Germania nochmal ein Warnschuss. Ich bin davon überzeugt, dass wir als Mannschaft genug Qualität haben, um am Sonntag um drei Punkte zu spielen.

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Am Sonntag startet die neue Spielzeit - was lässt Sie hoffen, dass Sie einen guten Start hinlegen werden?

Wir als Mannschaft sind froh, wenn die Meisterschaft endlich wieder beginnt und es um drei Punkte geht. Sicherlich haben wir noch Luft nach oben, trotzdem denke ich, dass wir, wie bereits angesprochen, genügend Qualität in der Mannschaft haben, um am Sonntag zu bestehen.

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