Hombrucher Höhenluft - OSC weiter an der Spitze

Handball

Nach Abschluss des siebten Spieltages am vergangenen Wochenende ist von den ranghöchsten sechs Dortmunder Männerteams in der Verbands- und Landesliga einzig der TuS Westfalia Hombruch weiter unbezwungen.

DORTMUND

, 04.11.2015, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch dank Routinier Manuel Aßhoff steht Westfalia Hombruch in der Handball-Landesliga an der Tabellenspitze.

Auch dank Routinier Manuel Aßhoff steht Westfalia Hombruch in der Handball-Landesliga an der Tabellenspitze.

Die städtische Nummer eins, der OSC Dortmund, musste nach dem glanzvollen 12:0-Punkte-Start beim Verfolger TuRa Bergkamen mit 27:29 die erste Niederlage einstecken. Die Tabellenführung blieb davon unberührt. Allerdings sind die Rivalen der Sieben von Trainer Thorsten Stoschek näher auf den Pelz gerückt. Aus dem Gleichgewicht sollte das erste Misserfolgserlebnis den Spitzenreiter nicht bringen, es ist kein Beinbruch. Der starke Nachbar bewegte sich leistungsmäßig kaum außer Reichweite.

Wulf-Ausfall schmerzt

Die Problematik rund um den OSC-Rückraum vereitelte für Stoschek maßgeblich den Ausbau der Serie. Der kurzfristige Ausfall von Michael Wulf (Faserriss im Oberschenkel) schmerzte. Philipp Schürmann wusste nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Potenzial noch nicht ganz abzurufen.

Einsatz und Einstellung ließen für den Coach keine Wünsche offen. Etwas verärgert zeigte er sich aber über den Aussetzer seines Sohnes Dan, der sich im Übereifer eine Tätlichkeit gegenüber einem TuRa-Spieler erlaubte und in jedem Fall für die nächste Partie am Freitag um 20.30 Uhr in Hacheney gegen HSG Vest Recklinghaus gesperrt ist.

Wellinghofen sogt für Sensation

Für die Sensation des Spieltages sorgte der TuS Wellinghofen in der Landesliga vier. Das Team von Trainer Henning Becker holte den verlustpunktfreien Tabellenführer und absoluten Topfavoriten SG Schalksmühle Halver 2 verdient mit 31:25 von „Wolke sieben“. Der TuS hielt damit Kontakt zur Spitzengruppe und verhalf dem Nachbarn Westfalia Hombruch, selbst souveräner 36:21-Sieger über VfS Warsten, bei nun 13:1-Zählern auf den Gipfel.

Westfalias Trainer Marc Lauritsch wertet die Situation als schöne Momentaufnahme, leitet daraus aber nicht die Rolle eines Aufstiegskandidaten für seine Schützlinge ab: „Wir haben bislang nur gegen Teams aus dem unteren Bereich gespielt. Jetzt stehen in kurzer Folge vier Spitzenspiele an, auf die wir uns freuen.“ Zum Auftakt geht es am Samstag (19.30 Uhr) nach Schalksmühle, die SG ist für Lauritsch trotz der Pleite in Wellinghofen neben dem TV Westfalia Halingen weiter der große Favorit.

Höchsten chancenlos

In Halingen verkaufte sich Borussia Höchsten ordentlich, blieb beim 25:31 aber letztlich chancenlos. Ganz ohne Erfolgserlebnis endete das Wochenende für Borussen-Coach Tobias Genau jedoch nicht. Nach erfolgreicher Prüfung ist er seit Sonntag im Besitz der Trainer-B-Lizenz.

Das nächste Heimspiel gegen Arnsberg trägt Höchsten am Samstag an ungewohnter Stelle in Hacheney (20 Uhr) aus, da die BVB-Frauen in Wellinghofen im DHB-Pokal auf Buxtehude treffen.

ATV festigt Position

In der Staffel drei festigte der Aufsteiger ATV Dorstfeld mit dem 32:28 Heimsieg über die SG Handball Hamm 3 seine Position im oberen Tabellendrittel. Getrübt wird die bislang gelungene Rückkehr in die Liga allerdings durch das mögliche Handball-Aus für Tobias Albowitz wegen einer Knieverletzung.

Der TV Brechten ließ daheim beim 29:29 einen Zähler gegen SV Eintracht Dolberg liegen, rangiert aber dennoch direkt hinter dem ATV im grünen Bereich.

Lesen Sie jetzt