Im Kollektiv gegen Metzingen: Schlüsselspiel für BVB-Frauen

2. Handball-Bundesliga

Wo der Weg hinführt ohne die beste Torschützin und unbestrittene Leaderin auf dem Feld, darüber kann die Partie der Handball-Frauen Borussia Dortmunds gegen den TV Metzingen am heutigen Samstag (19 Uhr, Wellinghofen) vielleicht Aufschluss geben.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 14.01.2011, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Maren Rynas (l.) könnte aushelfen.

Maren Rynas (l.) könnte aushelfen.

Der Start in die Rückrunde wird für den BVB in mehrfacher Hinsicht zum Schlüsselspiel. Ein Sieg würde die Chancen auf das Erreichen der Playoffs deutlich verbessern, er würde auch dokumentieren, dass das Kollektiv die wegen ihrer Fußverletzung wohl noch zwei Monate fehlende Dagmara Kowalska ersetzen kann. Am Wochenende, beim 21:20 gegen Weibern, „haben sie eindrucksvoll gezeigt, wie es funktionieren kann“, sagt Wilke, der symbolisch mit dem Finger vor allem auf die nur 20 Gegentore zeigt. „Gute Abwehrarbeit ist auch am Samstag die Maßgabe!“

Gegen die Damen aus der „Hauptstadt der Geizhälse“, wie sich die schwäbische Gemeinde ob ihrer vielen Outlet-Center mit preisgünstigem Fabrikverkauf spaßig nennt, wird die Herausforderung noch eine Nummer größer als gegen Weibern. Metzingens Rückraum mit der Ex-Blombergerin Annamaria Ilyes und den ungarischen Nationalspielerinnen Edina Rott und Julia Smideliusz bürgt für Erstliga-Qualität. Und beim BVB hat das Verletzungspech nach einer ruhigen Hinrunde so richtig zugeschlagen. Rechtsaußen Stella Kramer hat ihren Nasenbeinbruch aus der Pokalpartie in Schwerin operativ richten lassen, sie fehlt bis zu vier Wochen, weil das Spielen mit Maske nicht erlaubt ist. Im Rückraum laboriert Natasha Kocevska weiter an ihren Schulterproblemen, mit Steffi Glathe (Virus-Infekt) hat eine zweite Spielerin, die mithelfen soll, Kowalskas Fehlen zu kompensieren, noch nichttrainiert.  

Beide werden nur sporadisch auf dem Feld stehen. Wilke setzt zur Unterstützung daher Maren Rynas aus der BVB-Zweiten auf die Bank. Es sind nicht die besten Voraussetzungen. Aber vielleicht schlägt ja das Kollektiv die individuelle Klasse. Es wäre auch ein Fingerzeig in die Zukunft.

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