In Wickede kursiert die Selbstkritik - Elbracht findet deutliche Worte

Die Dortmunder Klubs

Fünf Punkte trennen Westfalia Wickede und den Hombrucher SV im Abstiegskampf. Und doch klingen die Wickeder derzeit skeptischer. Derweil geht beim TuS Eving die Bastelei weiter. Und ASC-Coach Mark Elbracht findet deutliche Worte für die desolate Vorstellung seines Teams in Dröschede.

DORTMUND

von Von Alexander Nähle

, 22.03.2011, 09:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
TuS Evings Francis Bugri (r.) im Laufduell.

TuS Evings Francis Bugri (r.) im Laufduell.

jetzt noch die Sperre gegen Spielertrainer Marko Schott, der selbstkritisch mit seiner Roten Karte umgeht. „Wir, und damit meine ich ausdrücklich auch mich, haben uns beim 1:2 gegen Brambauer schlecht verhalten. Ich darf mich nicht provozieren lassen.“

Schott und seine Teamkollegen erwarten heute „berechtigte deutliche Worte“ des Sportlichen Leiters. „Klaus-Dieter Friers hat für Dienstag sein Kommen angekündigt.“ Die Sperre hat Schott sich selbst zuzuschreiben, zum verkorksten Nachmittag passte der Ausfall von Christian Fröse, der wegen einer Sprunggelenksverletzung vier bis sechs Wochen ausfällt. Also muss es der Nachwuchs wieder richten. „Unsere jungen Leute nehme ich von der Kritik aus“, sagt Schott. Der

präsentierte sich disziplinierter als Wickede – bis auf eine Ausnahme, wie Trainer Samir Habibovic erklärt. „Wir haben gegen Wanne gut gespielt, bringen uns dann aber um den Lohn. Gerade als es lief, wir auch noch in Überzahl waren, erlauben wir uns eine Undiszipliniertheit, die alles kaputt macht“, kommentierte er die Gelb-Rote Karte gegen Emre Konya.

An der Ausgangslage hat sich aber für die Hombrucher nichts verändert. Jetzt beginnen die Wochen, in denen die Gegner von unten warten. „Es geht weiter“, sagt Habibovic einmal mehr. Das Positive aus dem Wanne-Spiel aber macht Mut. Die Spitzen Issaka Aruna und Kenan Doric präsentieren sich in starker Form. Auch die Abwehr ließ wenig anbrennen, zudem produzierte das Mittelfeld einige vielversprechende Angriffe. Aufgeben gilt daher nicht. Die Bastelei beim

geht weiter. TuS-Trainer Daniel Rios sieht kein Ende der Aufstellungsprobleme. Denn am Sonntag in Wattenscheid fehlt zur Abwechselung mal wieder Verteidiger Marcus Scheffer – dafür könnte eventuell Karim Bouasker wieder ein Thema wird.

Ändert wohl aber nichts daran, dass Angreifer Sundi Gomes wieder verteidigen muss. Als gar nicht mal schlecht erwies sich gegen Langscheid/Enkhausen die Variante mit Yakup Sahin, der trotz seines Einsatz zuvor in der Zweiten Stabilität in die Verteidigung brachte. Rios bleibt dabei, dass sein Team während der Spiele konstanter werden muss – wenn schon personell keine Konstanz zu erwarten ist. Mark Elbracht ist ein umgänglicher Mensch, der eher dazu neigt, Leute in Schutz zu nehmen als sie anzuprangern. Die Vorstellung seines

in Dröschede (0:3) veränderte ihn für einige Tage. „Ich schlafe mehrere Nächte lang nicht, weil wir uns so desolat präsentieren. Und einige Spieler machen zehn Minuten nach der Partie schon wieder Witze.“

Der enttäuschte Trainer legt nach: „Mit solch einer Einstellung machen wir uns viel kaputt. Und das Schlimme ist, keiner fasst sich an die eigene Nase.“ Elbracht sagt, er hätte mit Engelszungen auf die Mannschaft eingeredet, sich zu zerreißen. „Da frage ich mich, warum ich als Trainer überhaupt nach Dröschede mitfahre, wenn keiner zuhört.“ Er habe sich geschämt, „wieder 100 treuen Aplerbecker Zuschauern unter die Augen zu treten“. Dann holt Elbracht Luft und präsentiert noch ganz ruhig eine Meldung: „Am kommenden Dienstag (29.3., Anm. d. Red.) spielen wir einen Test bei Westfalia Hernes A-Junioren.“

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