Inzidenz in Dortmund über 100 - Die Stadt erklärt, was das für den Sport bedeutet

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In Dortmund ist eine symbolische Marke überschritten worden. Am Freitag wurde die Corona-Inzidenz von 100 erreicht. Was das für den Sport bedeutet, hat die Stadt in einer Pressekonferenz erklärt.

Dortmund

, 23.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Inzidenz hat in Dortmund die 100er-Marke erreicht. Am Donnerstag sind 202 positive Testergebnisse hinzugekommen. Die Stadt Dortmund hat deshalb weitere Soldaten der Bundeswehr zur Kontaktnachverfolgung angefordert, hat sie am Freitagnachmittag in einer Pressekonferenz mitgeteilt. Angesichts der Verschärfung der Lage hat sich die Stadt auch zum Sport geäußert.

Auswirkungen auf das Sport-Wochenende wird der neue Inzidenz-Wert in Dortmund allerdings nicht haben. Vorerst ergreift die Stadt nämlich keine Maßnahmen. „Wir werden uns Gedanken machen müssen was wir machen und wie wir das machen“, sagte Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamtes. Man stecke in dem Dilemma, dass Sport und Bewegung an sich gesund sein. Es werde nicht darum gehen, Sport im Freien zu begrenzen, sagte Renken. Man werde sich sehr gründlich anschauen, welche Maßnahmen ergriffen werden.

Kein Sport-Lockdown wie in Unna oder Duisburg

Ein Sport-Lockdown wie in Unna oder Duisburg ist in Dortmund wird es damit aber erst mal nicht geben. Die Stadt hofft auf eine einheitliche Regelung des Landes NRW. Man müsse überlegen, ob Kontaktsportarten in den Hallen für Schülerinnen und Schüler noch möglich seien, sagte Daniela Schneckenburger, Krisenstabsleiterin und Dezernentin des Kinder- und Jugendbereichs. Da könne man als Stadt auch sinnvoll Maßnahmen ergreifen.

„Im Vereinssport ist aber das Problem, dass Wettbewerbe auch Städte-übergreifend ausgetragen werden. Es ergibt keinen Sinn, wenn jede Stadt sich eigene Regeln zusammenbelastet, die an der Stadtgrenze halt machen.“ Schneckenburger appelliert deshalb an das Land NRW, einheitliche Richtlinien aufzustellen, die die Gesamtlage des Sports im stark betroffenen Ruhrgebiet berücksichtigen. „Da darf es keine Tabus geben.“

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„Es wäre aus unserer Sicht sinnvoll, eine dritte Risikostufe zu definieren, damit es einen gemeinsamen Handlungsrahmen gibt. Die Situation im Ruhrgebiet bedarf dessen“, sagte Schneckenburger. Lokale Regelungen würden nicht reichen.

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Nachdem der Fußballkreis Anfang der Woche mitgeteilt hatte, dass die strenge Maskenregelung des Wochenendes entschärft werde, ruderte er wieder zurück. Zuschauer müssen auf dem Platz permanent eine Maske tragen und dürfen diese auch nicht auf ihrem Platz absetzen.

Auch von Seiten des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) wird es keine flächendeckende Saisonunterbrechung geben. Das hatte der Verband am Freitagmittag mitgeteilt. Lokale oder regionale Fußballpausen seien aber weiterhin möglich.

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