Ist der Start der Fußball-Saison in Gefahr? „Die Vereine arbeiten daran.“

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Im Amateur-Fußball werden immer mehr Corona-Fälle bekannt. Der erste Vereinsvorsitzende stellt den Saisonstart schon in Frage. Der Verband ist mit dem Verhalten vieler Vereine unzufrieden.

Dortmund

, 18.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schulter an Schulter saßen die Zuschauer auf der Tribüne in Schermbeck. Masken? Waren kaum zu sehen. An die Corona-Verordnungen hat sich beim Westfalenpokal-Halbfinale zwischen dem SV Schermbeck und der Spielvereinigung Hagen 11 (6:1) kaum jemand gehalten. Das ist aber kein Einzelfall.

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Das bestätigt zum Beispiel Jürgen Grondziewski, Kreisvorsitzender in Dortmund: „Die Vereine sind uneinsichtig. Sie halten sich einfach nicht an die Regeln. Sowohl die Zuschauer als auch die Spieler.“ Er habe zum Beispiel wieder Bilder vom Wochenende gesehen, auf den deutlich zu sehen ist, dass die Zuschauer den Abstand nicht einhalten, auch die Ersatzspieler nicht. Er berichtet auch davon, dass Spieler sich die Trinkflaschen teilen. „Und das kann nicht sein“, so Grondziewski.

Auch Manfred Schnieders, Vizepräsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen kennt die Problematik sehr gut. „Wir beobachten die Entwicklung auf den Plätzen ganz genau. Und wir können sagen, dass diese nicht positiv ist. Der Corona-Schutz wird vielfach missachtet“, sagt Schnieders.

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Und es gibt auch immer mehr Einschläge von Corona-Fällen bei den Amateur-Fußballklubs. Wie zum Beispiel beim BSV Schüren, DJK TuS Körne, SV Herbern, Werner SC, SuS Oberaden, Viktoria Resse oder der Spielvereinigung Vreden. Körnes Vorsitzender Andreas Langner stellt auch schon die Frage, ob der Saisonstart am 6. September aufgrund der aktuellen Situation überhaupt Sinn ergibt.

Ist die Saison in Gefahr?

Auf die Frage, ob die Saison in Gefahr ist, antwortet Schnieders: „Die Zuschauer und die Mannschaften arbeiten daran.“ Er betont, dass nur die Vereine in Verbindung mit den Zuschauern und den Spielern es in der Hand haben, ob die Saison überhaupt gestartet wird.

„Sie haben ja noch knapp drei Wochen Zeit, sich zu bessern. Ich hoffe einfach, dass die Vernunft bei den Vereinen einsetzt“, sagt Schnieders. Denkt der FLVW denn jetzt über eine Absage der Saison ab? „Ich glaube, wir müssen da nicht handeln. Wenn es so weitergeht, wird uns das die Politik uns abnehmen“, so Schnieders.

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Die Problematik werde er weiter mit den Verbands-Verantwortlichen besprechen. Und auch mit den Klubs? „Wir haben den Vereinen in den Video-Konferenzen ganz deutlich gemacht, wie sie sich verhalten sollen. Sie wissen eigentlich, was zu tun ist“, so Schnieders.

Jetzt stehen die Vereine in der Pflicht, sich an den Corona-Schutz zu halten und ihn auch von den Zuschauern und Spielern einzufordern. Ansonsten könnte der Saisonstart auf der Kippe stehen. Denn so, wie es aktuell läuft, läuft es den falschen Weg. „Aktuell verspielen die Vereine das in sie gesetzte Vertrauen“, sagt Schnieders.

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