Jana Hartmann beendet Saison - Karriereende offen

Leichtathletik

Nach den durch Krankheit und Sturz enttäuschend verlaufenen deutschen Meisterschaften war für Jana Hartmann und Monika Merl der dritte Platz bei der DM über 3 x 800 Meter, den sie zusammen mit Carolin Strophff in Kreisrekordzeit erkämpften, Balsam auf die geschundenen Seelen der sonst so erfolgreichen Mittelstrecklerinnen der LG Olympia.

DORTMUND

von Von Horst Merz

, 14.08.2012, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jana Hartmann beendet Saison - Karriereende offen

Die Saison beendet: Jana Hartmann.

Doch so früh wollten sie die Olympiasaison nicht beenden und planten im Spätsommer noch einige Rennen zu bestreiten. Jana musste aber wegen einer Muskelverhärtung ihren 800-Meter-Start in Haldensleben absagen. Damit wurde der Substanzverlust durch die zermürbende Jagd nach der EM- und Olympianorm einmal mehr deutlich, und sie entschloss sich, die Saison zu beenden. „Ich will mich nicht durch Rennen unter Wert demontieren und muss mich jetzt erst einmal erholen“, begründet sie ihre Entscheidung und betont: „Vorrang hat für mich die Gesundheit.“

Verständlich, denn ihre Saisonvorbereitung wurde zu einer echten Knochenarbeit. „Ich befand mich nach den Trainingslagern in Südafrika und Italien in toller Form, aber zwei Infektionen, die ich durch Antibiotika bekämpfen musste, warfen mich zurück.“ Sie ist sicher, ohne diese Rückschläge eine gute Chance auf die Erfüllung der Normen besessen zu haben. So blieb ihr nur der Fernsehschirm, um die Saisonhöhepunkte mitzuerleben, aber sie ist realistisch: „In London hätte ich vielleicht in das Halbfinale kommen können, mehr nicht.“

Ob sie zum Ende der Saison 2012 auch ihre glanzvolle sportliche Karriere beendet, bleibt offen, denn noch weiß sie nicht, ob sie weiterhin der Fördergruppe der Bundespolizei angehören wird. Start in der Halle Bei der LGO hofft man aber, dass sie zumindest bei den deutschen Hallenmeisterschaften am 23./24. Februar 2013 in der Körnighalle noch dabei sein wird. Auch Monika Merl zog einen Strich unter die Saison 2012. „Ich fühle mich leer und ausgelaugt“, sagt sie müde. Zudem musste sie eine Trainingspause einlegen, da ihr Sohn Milan während der Ferien die Kita nicht besuchen konnte. „Niemand, der nicht selbst das Problem hat, kann ermessen, was es heißt, Familie und Leistungssport unter einen Hut zu bringen.“ Sie ist aber fest entschlossen, bei der Hallen-DM noch anzutreten.

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