Jens Meyer meistert 100-km-Lauf bei Graf Dracula

Leichtathletik

Jens Meyer hat alle Gefahren überstanden, die einem Ultraläufer in den Weg kommen könnten beim Transylvania100. Die Bären, die steilen Berge auf der 100 Kilometer langen Tour durch Siebenbürgen und vor allem auch den blutrünstigen Grafen Dracula auf Schloss Bran.

Dortmund

, 02.06.2016, 12:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jens Meyer meistert 100-km-Lauf bei Graf Dracula

Ein Tag, eine Nacht und ungezählte Augenblicke: Jens Meyer beim Transylvania100 in Rumänien.

Jens Meyer (41) hat bereits diverse Lauf-Abenteuer hinter sich gebracht in den verschiedensten Ecken, mehrfach die Alpen überquert – jetzt stand der erste 100er an. „Eine neue Herausforderung“, auf die er sich gründlich vorbereitet hatte.

7000 Höhenmeter

Start und Ziel des Extremlaufs war das berühmt-berüchtigte Schloss Bran. „Aber weniger Graf Dracula als vielmehr Bären, die wechselhaften Wetterlagen im Gebirge, die Streckenlänge von exakt 110 Kilometern und die insgesamt fast 7000 Höhenmeter in Auf- und Abstieg“ beschäftigten Meyer. Nach 23 Stunden und 41 Minuten auf Gesamtrang 28 und Platz drei in der Team-Wertung trotzte er mit seinem Partner Markus Weber aus der Schweiz allen Widerständen.

Im Verlauf von Tag und Nacht kämpfte das Duo gegen Schnee, Regen, Sturm und Hagel. Los ging es am Samstag um sechs Uhr früh. „Der Lauf selbst war zwar sehr hart, aber auch unglaublich schön“, schilderte Meyer. Unterschiedlichste Landschaften erwarteten die Läufer: Lange und sehr steile Anstiege, krasse Downhills, Schneewände im Anstieg und Abstieg, „teilweise mussten wir auf dem Hintern runterrutschen.“

Stirnlampen und Blinklichter

Der Vollmond in einer sternenklaren Nacht, Stirnlampen und Blinklichter an den Wegmarken der Strecke zeigten den Läufern den Weg an. „Gegen die Bären war eine Pfeife als Pflichtausrüstung vorgeschrieben, um sich rechtzeitig bemerkbar zu machen und keinen Bär zu erschrecken“, erklärte Meyer.

Nach einem langen Tag und einer langen Nacht, in der sich die beiden Laufpartner immer wieder motivieren konnten, kam das Duo gegen kurz vor sechs Uhr wieder am Schloss Bran an und vertilgte erst einmal eine große Portion Pasta zum Frühstück. „Die Erinnerungen an den unglaublichen Lauf werden schnell die Schmerzen durch die Blasen an den Füßen überwiegen …“, lautete das Fazit von Meyer. Es soll nicht sein letztes Lauf-Abenteuer gewesen sein. 

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