Jochbeinbruch: TuS Körne bezeichnet das Verhalten vom VfB Habinghorst als „mega asozial“

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Für TuS Körnes Christian Strelau ist die Hinserie gelaufen. Sein Coach unterstellt dem Spielertrainer des VfB Habinghorst Körperverletzung. Der wehrt sich aber.

von Victor Maly

Dortmund

, 22.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Der DJK TuS Körne hat sein Testspiel am Sonntag gegen den VfB Habinghorst mit 5:1 (2:1) gewonnen. Nach dem Spiel war das Ergebnis jedoch nicht wirklich von Bedeutung. Körnes Kapitän Christian Strelau verletzte sich nach einem Zweikampf mit VfB-Spielertrainer Marc Olschewski schwer und zog sich einen doppelten Jochbeinbruch zu. Bereits am Montag wurde Strelau operiert. Weitere Eingriffe sollen folgen. Die Hinrunde ist für den Führungsspieler somit beendet. Aufgrund seiner OP haben wir Strelau am Montag nicht sprechen können

Dominik Grobe kritisiert Marc Olschewski

Dafür redete sein Coach. Für DJK-Trainer Dominik Grobe ist der Ausfall seines Leaders eine „sportliche Katastrophe“. Grobe war nach der Szene aufgebracht und unterstellte Habinghorsts Trainer „klare Absicht“ und verweist auf ein Video, das die Szene aufgezeichnet hat und von der DJK auf die Facebookvereinsseite hochgeladen wurde. Zudem kritisierte Körnes Coach das Verhalten Olschewskis sowie des Betreuers, dem Vater des VfB-Spielertrainers (Wir haben das komplette Spiel als Video in diesem Text. Die strittige Szene fand in der 69. Minute statt).

Während der Tumulte soll es unter allen Beteiligten ein Wortgefecht gegeben haben. „Ich habe niemanden beleidigt“, kommentierte Olschewski ausdrücklich in einem Telefonat mit dieser Redaktion und zeigte sich von Vorwürfen des Dortmunder Bezirksligisten enttäuscht. Der Habinghorster bestritt außerdem den Vorwurf, seinen Gegner absichtlich verletzt zu haben. Er gestand jedoch, Strelau unglücklich im Gesicht getroffen zu haben. Der Spielertrainer des A-Liga-Aufsteigers im Kreis Herne/Castrop-Rauxel betonte, sich gleich entschuldigt zu haben und auch am Abend per WhatsApp im Nachrichtenaustausch mit dem verletzten Spieler gewesen zu sein.

DJK TuS Körne denkt über rechtliche Schritte nach

Dominik Grobe schätzte die Situation ganz anders ein. Für den DJK-Trainer ist es unbegreiflich so in einen Zweikampf zu gehen und ordnete den Einsatz als „Körperverletzung“ ein. Noch mehr ärgerte ihn jedoch das Verhalten der Castrop-Rauxeler nach der Szene am Körner Strafraum. Grobe bewertete die Reaktionen des VfB auf das folgenschwere Duell als „mega asozial“.

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Der Verlust seines so wichtigen Abwehrspielers trifft den Trainer und den kompletten Verein hart, sowohl menschlich als auch sportlich. Der DJK TuS Körne schließt auch rechtliche Schritte nicht aus. Das weitere Vorgehen will der Verein am Dienstag besprechen. Die Gespräche mit dem Körner Trainer lassen ahnen, dass man die Angelegenheit wohl weiter verfolgen möchte. Fest steht, dass das Saisonvorbereitungsspiel am vergangenen Sonntag nur Verlierer hervorbrachte. Olschewski steht doof da, Strelau musste operiert werden und Körne hat einen seiner wichtigsten Spieler verloren.

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