Julian Stumpf verlässt den OSC Dortmund und trifft beim neuen Klub auf alte Bekannte

Handball-Verbandsliga

OSC-Torhüter Julian Stumpf wechselt zu einem Liga-Konkurrenten - und folgt damit alten Bekannten. Der Grund für den Trikottausch könnte kaum schöner sein.

Dortmund

, 16.01.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julian Stumpf verlässt den OSC Dortmund und wechselt innerhalb der Handball-Verbandsliga.

Julian Stumpf verlässt den OSC Dortmund und wechselt innerhalb der Handball-Verbandsliga. © Ludewig

Es war schon lange ein offenes Geheimnis: OSC-Torhüter Julian Stumpf wird am Ende der Saison das OSC-Trikot ablegen. Endgültig. Nach zehn Jahren.

In der kommenden Saison wird der 31-Jährige dann in den Farben des ATV Dorstfeld zwischen den Pfosten stehen – der wichtigste Grund für den Wechsel zum Verbandsliga-Konkurrenten ist erst wenige Monate alt.

Julian Stumpf kann nur noch zwei Mal in der Woche trainieren

Im März 2019 sind der Handballer und seine Frau Eltern geworden, der Nachwuchs hat jetzt natürlich oberste Priorität im Hause Stumpf. „Ich kann jetzt weniger trainieren als vorher“, erklärt der 31-Jährige.

Der OSC habe in der Regel drei Trainingseinheiten pro Woche, der ATV nur zwei. „Wenn ich schon vorher weiß, dass ich es nicht zu allen Trainingseinheiten in der Woche schaffe“, erklärt Stumpf, der an maximal zwei Trainings teilnehmen kann, „dann ist das einfach blöd.“ Zum ATV wäre der 31-Jährige übrigens auch gewechselt, wenn es mit dem Aufstieg in der vergangenen Saison nicht geklappt hätte.

Abgesehen vom Nachwuchs gibt es aber noch weitere Gründe für Stumpfs Entscheidung. Und die heißen Jürgen Lepine, Florian Edeling oder Dennis Zielony. Alles ehemalige OSC-Spieler, die mittlerweile in Dorstfeld angeheuert haben.

Stumpf trifft auf alte Bekannte beim ATV Dorstfeld

„Mit denen habe ich viele Jahre zusammengespielt“, erklärt Stumpf, der 2010 von Ruhrtal Witten nach Dortmund gewechselt war. Natürlich hätten die vielen Jungs mit einer „OSC-Vergangenheit“ eine Rolle bei Stumpfs Entscheidung gespielt, erklärt auch Dorstfeld-Trainer Moritz Fuß, der selbst schon im OSC- Trikot aufgelaufen ist.

Auch die Verantwortlichen beim OSC sind nicht überrascht vom ligainternen Wechsel und nehmen den ihrem „Urgestein“ auch nicht übel. „Wir wissen, dass das eigentlich schon sein Plan für diese Saison war“, erklärt OSC-Team-Manager Thomas Thurau, der in Zukunft auf junge Leute setzen will.

Julian Stumpf trifft beim ATV Dorstfeld auf alte Kollegen.

Julian Stumpf trifft beim ATV Dorstfeld auf alte Kollegen. © Ludewig

Die frühe Info an den Verein war Stumpf besonders wichtig, er habe nicht gewollt, „dass Unruhe in die Mannschaft kommt“, erklärt der Torwart. Die aktuelle Saison spielt Stumpf übrigens nur noch beim OSC, weil Trainer Thorsten Stoschek ihn wegen des großen Umbruchs in der Mannschaft darum gebeten hatte.

Elf neue Spieler heuerten vor der Saison im Team von Stoschek an – aber auch mit denen fühle sich Stumpf „sehr wohl“. Natürlich sei es aber etwas anderes, mit jahrelangen Weggefährten zusammenzuspielen.

Das Karriereende ist noch nicht in Sicht

Und wie lange wird die alte OSC-Clique beim ATV zusammen zaubern? Dass weiß Stumpf noch nicht. An ein mögliches Karriereende denkt der Wittener, der den OSC im Sommer mit seinen Paraden zum Stadtmeister gemacht hatte, aber noch nicht. „Als Torwart kann man ja sowieso noch etwas länger spielen“, erklärt er.

Und was, wenn der ATV, der als Aufsteiger auch in der Verbandsliga schon wieder auf Rang vier steht, das Unmögliche möglich machen sollte, und in der kommenden Saison in der Oberliga spielt? Auf diese Frage muss Stumpf erst einmal herzlich lachen. „Das wäre...interessant“, sagt der 31-Jährige.

Stumpf, der mit dem OSC bereits den Auf- und Abstieg in die Oberliga mitgemacht hat, sei sich aber ziemlich sicher, dass die Verbandsliga im Moment „die richtige Liga“ für die Dorstfelder sei.

Auch sein zukünftiger Trainer Moritz Fuß sieht das so und will das Saisonziel Klassenerhalt trotz des vierten Platzes und der starken 14:10 Punkte nicht nach oben korrigieren. „Wir“, sagt Fuß, „wollen erstmal unser gesetztes Ziel erreichen, dann schauen wir weiter.“ Bei möglichen neuen Zielen wird dann in der neuen Saison auch Julian Stumpf mit an Bord sein.

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