Kampf um Kleinboot-Titel und WM-Rollsitze

Rudern

Das Trainingslager in Portugal im März war für die Ruderer vom Dortmunder Leistungszentrum – bei aller sportlichen Arbeit – sicher angenehmer. Am vergangenen Wochenende stiegen die Riemenrecken bei Kälte und Wind zur Leistungsüberprüfung am Fühlinger See in Köln in die Kleinboote, am Wochenende geht's zum Elfrather See nach Krefeld.

DORTMUND

, 19.04.2017, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kampf um Kleinboot-Titel und WM-Rollsitze

Lisa Schmidla (Rudern).

Dort werden die deutschen Kleinboot-Meister im Einer und Zweier ohne Steuermann ausgefahren. Und die Bundestrainer schauen bei Athletinnen und Athleten genau hin, schließlich geht es nach der Leistungsüberprüfung im Rahmen der DRV-Langstrecke in Leipzig Anfang April um die nächste Chance, sich im WM-Jahr um einen der Rollsitze in den Nationalmannschafts-Booten zu bewerben.

471 Starter

Insgesamt 471 Athleten inklusive der Junioren haben sich für die nationalen Titelkämpfe angemeldet, darunter eine Vielzahl von Olympiateilnehmern aus Rio 2016. Aus dem Deutschland-Achter, der unterm Zuckerhut die Silbermedaille gewann, sind dies Felix Drahotta (RTHC Bayer Leverkusen), Malte Jakschick (Rgm. RV Rauxel, Castrop-Rauxel), Richard Schmidt (RV Treviris Trier) und der Achter-Schlagmann des Vorjahres-Großbootes, Hannes Ocik (Schweriner RG).

Ein echtes Heimspiel hat übrigens Dortmunds Mannschaftssportlerin des Jahres 2016, Lisa Schmidla, ihr Stammverein ist der ausrichtende Crefelder Ruder-Club 1883. Bei den Spielen in Rio gewann die Journalistik-Studentin mit dem Frauen-Doppelvierer Gold. Schmidla klettert in Krefeld in den Einer, ebenso wie ihre Gold-Bootskollegin Annekathrin Thiele (SC DHfK Leipzig).

RC Hansa dabei

Vom heimischen RC Hansa sind Johannes Rentz, Simon Berkemeyer und Julius Wagner dabei. Rentz tritt über die 2000-Meter-Distanz mit Benedikt Müller (Dorsten) im Zweier gegen ein 23-Boote-Feld an. Berkemeyer und Wagner debütieren im U23-Bereich im Leichtgewichts-Zweier mit anderen Partnern. Parallel findet die Leistungs-Überprüfung der Junioren und Juniorinnen A statt. Hier hoffen Jessika Preyss, Laura Heinemann, Jennifer Igwe, Nils Kolberg und Floyd Benedikter auf gute Ranglisten-Platzierungen.

„Die Deutschen Meisterschaften sind für die Athleten ein wichtiger Zielwettkampf und ein weiterer Schritt Richtung Nationalmannschaft“, erklärt der DRV-Vorsitzende Siegfried Kaidel. Die Kleinbootmeisterschaften werden am Freitag um 15.30 Uhr mit den Vorläufen eröffnet. Am Samstag folgen ab 8.30 Uhr weitere Vorläufe sowie die Hoffnungs- und Halbfinalrennen. Die Finals starten am Sonntag um 8 Uhr.

Der Zeitplan:
Freitag: 15.30 - 18.20 Uhr (Vorläufe)
Samstag: 8.30 - 18.40 Uhr (Vor-, Hoffnungs- und Halbfinalläufe)
Sonntag: 8- 13.40 Uhr (Finalläufe)

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