Kapitän Konya will Wickede ins Mittelfeld führen

Fußball: Westfalenliga 2

Der Kapitän ist zurück. Auf Anil Konyas (26) Fehlen vergangene Saison führten viele Beobachter der Fußball-Westfalenliga das dürftige Abschneiden von Westfalia Wickede vergangene Saison zurück. Dieses Jahr sollte eigentlich ruhiger werden, zumal auch Konyas Teamkollege Markus Scherff wieder genesen ist, ebenfalls von einem Kreuzbandriss. Wie es ihm geht und warum die Wickeder nach drei Spielen noch keinen Sieg haben, erklärt Konya im Gespräch mit Alexander Nähle.

DORTMUND

, 30.08.2016, 19:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anil Konya (l.) glaubt an seine Westfalia.

Anil Konya (l.) glaubt an seine Westfalia.

Sie gelten als unerschrockener Kämpfer. Haben Sie nach einer solch schwerwiegenden Verletzung nicht doch etwas Angst, ob die Bänder halten?

Im Training denke ich manchmal in gewissen Situationen kurz daran. Wenn am Sonntag der Schiedsrichter anpfeift, ist das aber alles ausgeblendet. Sonst bräuchte ich auch gar nicht anzutreten.

Also überwiegt jetzt die Freude, wieder auf dem Platz zu stehen?

Natürlich. Ich hatte mich vergangenes Jahr im Juli verletzt, bin im September operiert worden. Während der ganzen Zeit habe ich sehr viel dafür getan, um wieder fit zu werden.

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Sind Sie denn wieder bei 100 Prozent?

Ja, ich habe die komplette Vorbereitung mitgemacht. Mir fehlt jetzt allerdings die Spielpraxis.

Eigentlich wollte die Westfalia kein weiteres Jahr im Keller erleben. Zwar haben Sie bereits zwei Remis erzielt. Droht dennoch nach drei Spielen ohne Sieg ein weiteres Zitterjahr?

Das denke ich nicht. Ich sehe uns im einstelligen Tabellenbereich. Wir haben jetzt aber eine neue Mannschaft, die sich erstmal finden muss. Das war in den ersten drei Spielen zu spüren.

Hinten haben Sie Alternativen, auch, weil Sie wieder gesund sind. Vorne erzielten Wickede vergangene Saison nur 37 Tore, jetzt sind es erst wieder zwei. Woran hapert es?

Uns fehlt noch die Durchschlagskraft. Andreas Toetz, der oft trifft, und Marco Dej, der viel nach vorne arbeitet, sind jetzt wie Sebastian Schröder aus dem Urlaub zurück. Das macht Mut für das Spiel gegen Horst-Emscher. Dann wollen wir auch unseren ersten Erfolg.

Hat die Mannschaft die Qualität, um eine sichere Saison zu spielen?

Ja, davon bin ich fest überzeugt, zumal Markus Scherff bald auch wieder komplett auf der Höhe ist.

Um den bekannten Westfalia-Teamgeist muss trotz der nicht ganz befriedigenden Ergebnisse keiner fürchten?

Dafür, dass jeder begreift, wofür Wickede steht, sorge ich schon.

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