Katharina Grompe muss die Saison beenden

Leichtathletik

Sie hatte sich so viel vorgenommen, doch nun sind alle schönen Pläne erneut durchkreuzt: Katharina Grompe wird in diesem Sommer keine Tartanbahn mehr betreten, die Freiluftsaison ist beendet. Die Sprinterin leidet unter einer entzündeten Achillessehne.

DORTMUND

, 10.07.2014, 15:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Katharina Grompe muss die Saison beenden

Katharina Grompe muss verletzt pausieren.

Dem ist die 20-Jährige gefolgt. "Ich wollte nichts riskieren", sagt Katharina Grompe, die von sich selbst sagt, sie gehöre eher zu der "vorsichtigen Sorte".

Damit findet das Seuchenjahr leider seine Fortsetzung. Schon zu Beginn der Hallensaison, als sie richtig gut in Form war, warf sie ein Muskelfaserriss aus der Bahn, es folgte ein langer Aufbau. Mitte Juni aber war sie dann wieder soweit, die 11,43 Sekunden überraschten sie selbst, "es war ein tolles Signal, dass ich so schnell laufe, es war die Gewissheit, dass ich mich noch richtig steigern kann".

Diese Super-Zeit gab ihr so viel Mut, dass sie insgeheim sogar auf einen Einzelstart bei der Europameisterschaft im August in Zürich hoffte. Diese Saison hatte sie sich anders ausgemalt, umso härter traf sie die Diagnose. "Das ist richtig bitter, natürlich tut es weh", sagt die Vorzeige-Sprinterin der LG Olympia. "Toll fühlt sich das nicht an, es ist schließlich schon die dritte ernsthafte Verletzung innerhalb eines Jahres."

Natürlich fragt sie sich, warum es immer gerade sie erwischt. Sie habe ihre Ernährung umgestellt, "das ist mir auch gut bekommen", sie habe intensiv im Kraftbereich – "da hatte ich sicher noch einige Schwächen" – gearbeitet, auch da seien die Fortschritte unverkennbar. Aber Katharina Grompe ist ein Stehaufmännchen, normal gehen kann sie schon wieder, versucht, mit Radfahren und Aquajogging den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen. "Ich denke, ich kann demnächst auch wieder mit dem Traben anfangen", sagt eine Sprinterin voller erzwungener Bescheidenheit.

Und so ist sie entschlossen, sich mit aller Macht wieder zurückzukämpfen. Auch wenn die Situation eher deprimierend ist, "ich habe es akzeptiert", es helfe jetzt nichts, wütend zu sein oder loszuheulen. "Ich will jetzt nicht nach hinten schauen." Lieber wolle sie sich an den 11,43 Sekunden orientieren, "und ich bin sicher, ich kann noch viel mehr". Nun gelte es, alles behutsam, aber doch entschlossen wieder aufzubauen. In der nächsten Hallensaison will sie dann eine echte Duftmarke setzen. Sie muss nur gesund bleiben.

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