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Kerzen im Dom, ein überschätzter Kader und eine Wutrede

rnFußball-Spieltagskommentar

Für drei Dortmunder Amateur-Fußballteams wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner - nicht nur aufgrund der vielen Osterfeuer.

Dortmund

, 23.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Um den FC Brünninghausen, den Kirchhörder SC und den VfL Kemminghausen muss sich Fußball-Dortmund ernsthafte Sorgen machen.

Unerklärlich sind derzeit die Auftritte des Oberligist FC Brünninghausen. Am Donnerstag gewann das Team verdient gegen die Spielvereinigung Hamm mit 2:0, um am Montag in Münster beim Tabellenletzten 1. FC Gievenbeck mit 0:2 zu verlieren. Es muss kein Hellseher engagiert werden, um zu erkennen, dass dieses Team bis zum Ende der Spielzeit um den Klassenerhalt bangen zu muss. Vielleicht sind die Spieler im Anschluss an die 0:2-Niederlage in den münsterschen Dom gegangen, um eine Kerze anzuzünden, oder zum Aasee gefahren, um einen Plan B zu finden. Die Jungs müssen sich jetzt zusammenreißen, soll der GAU Abstieg vermieden werden.

Der Resignation nahe

Eine Liga tiefer ist Lothar Huber der Resignation nahe. „Keine Gegenwehr. Das war zu arm. Das war zu wenig, um die Klasse zu halten. So werden wir kaum ein Spiel gewinnen. Es fehlt die Begeisterung.“ Ein paar Zitate aus seiner Wutrede nach der Partie gegen den Lüner SV (1:4). Der Trainer des Kirchhörder SC fand einmal mehr klare Worte. Ob er seine Spieler im Abstiegskampf noch einmal wachrüttelt, ist zu bezweifeln. Sieben Punkte beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz, acht auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Wenn schon der Trainer seiner Mannschaft den unbedingten Willen abspricht, hat ein Außenstehender wohl keine großen Ambitionen, auf den Klassenerhalt des KSC zu tippen.

Der unbedingte Wille ist dem VfL Kemminghausen in der Landesliga nicht abzusprechen. Die Jungs hauen sich in jedem Spiel rein, so auch am Montag wieder beim 0:0 gegen den Tabellenvierten Firtinaspor Herne. Trotzdem liegt das Team auf einem Abstiegsplatz. Trainer Reza Hassani hatte unlängst gesagt, er habe den stärksten Kader, der in den vergangenen Jahren in Kemminghausen zur Verfügung stand. Davon ist punktemäßig zurzeit nur wenig zu sehen. Überschätzt Hassani seinen Kader, oder weiß er, dass seine Spieler im Endspurt groß aufdrehen werden?

Drei Kerzen für den KSC

Punkt zwei käme nicht überraschend. Der VfL hat definitiv das Zeug, um die drei Punkte auf das rettende Ufer aufzuholen. Auch der FC Brünninghausen hat immer noch alles selbst in der Hand und die Qualität für den Klassenerhalt. Extrem dunkel sieht es dagegen für den KSC aus. Vielleicht haben die Brünninghauser Spieler daran gedacht, im Dom für den Kirchhörder SC drei Kerzen mitanzuzünden. Wenn das überhaupt reicht.

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